17. Juni 1941

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Diens­tag, den 17. Juni 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te! Herz­lieb mein!!

2 lie­be Boten sind heu­te zu mir gekom­men – fein der Rei­he nach – heut[‘] mit­tag einer – und, ich habe mich ja ganz sehr gefreut, nach Fei­er­abend noch einer! Zu Fei­er­abend, wenn dann die Gedan­ken alle zu Dir gehen dür­fen – wenn wir dann auch ein wenig Muße haben – und noch ein Stünd­chen auf dem Bal­kon ste­hen, nach der [un]tergehenden Son­ne schau­en – oder wie ges­tern und heu­te nach dem Wet­ter­leuch­ten. Wei­ter­le­sen!

20. November 1940

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Am 20. Novem­ber 1940 trat Ungarn dem Drei­mäch­te­pakt bei und schloss sich den soge­nann­ten Ach­sen­mäch­ten an. Die Kar­te zeigt die unga­ri­sche Gebiets­er­wei­te­rung im Som­mer 1940 nach dem soge­nann­ten Wie­ner Schieds­spruch, in Rumä­ni­en auch Wie­ner Dik­tat genannt. Kar­te erstellt von PANONIAN, lizen­ziert unter CC BY-SA 3.0 über Wiki­me­dia Com­mons, 11.2015.

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Mitt­woch, den 20. Novem­ber 1940.

Gelieb­te!! Mei­ne [Hil­de]!! Herz­al­ler­liebs­te! Hol­de mein!!

End­lich — End­lich wie­der ein Zei­chen von Dir, der Bote vom Sonn­tag!! Darf ich mich schon ganz sehr freu­en, Du?!!

Soll es wahr wer­den? Mor­gen! Mor­gen früh, soo [sic] zei­tig, willst nun auf­bre­chen zu Dei­nem [Roland]? Du?!! Du!!! Wei­ter­le­sen!

22. Oktober 1939

Bundesarchiv Bild 146-1979-050-21A, Polen, Volksdeutsche begrüßen deutsche Soldaten.jpg
Volks­deut­sche begrü­ßen deut­sche Sol­da­ten, 02. Sep­tem­ber 1939, Unter­schrift: “Ein Tag, der ihnen unver­gess­lich blei­ben wird. Seit dem frü­hen Mor­gen, als sich da Gerücht vom Her­an­na­hen deut­scher Trup­pen ver­brei­tet, war­te­ten die deut­schen Frau­en und Mäd­chen jen­seits der Gren­ze mit Bro­ten, Obst und Geträn­ken auf ihre Befrei­er. Nach dem har­ten Kampf und einem lan­gen Nacht­marsch sind die Besat­zun­gen der Tank­wa­gen die­se Erfri­schun­gen dop­pelt will­kom­men.” DBa Bild 146‑1979-050–21A, Licen­sed under CC-BY-SA-3.0-de via Wiki­me­dia Com­mons, 09.2014

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O., am 22. Okto­ber 1939.

Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Es ist mir in die­sen Tagen so deut­lich gewor­den, daß es stark macht, einen Men­schen zur Sei­te zu wis­sen, dem man ganz zu Eigen ist, bei dem man sich so ganz gebor­gen weiß. Liebs­ter! Wie könn­te es auch anders sein, als daß ich alles in stil­lem Ein­ver­neh­men mit Dir tue? Mir scheint, als füh­le ich in Tagen der Sor­ge mehr denn je, daß wir bei­de zusam­men­ge­hö­ren. Und das ist wohl gut so — Sor­ge und Leid ket­tet die Men­schen fes­ter, inni­ger anein­an­der; wir wol­len doch nicht nur an Son­nen­ta­gen zuein­an­der fin­den — aber wir wol­len so fest ein­an­der ver­bun­den sein, daß wir aus eige­ner Kraft Sor­gen­ta­ge in Son­nen­ta­ge wan­deln. Wei­ter­le­sen!

02. September 1939

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O., am 2. Sep­tem­ber 1939.

Am Mon­tag.

(2. Sep­tem­ber 1939.)

Mein lie­ber [Roland]!

Der ers­te Tag wie­der daheim, er ver­ging im Ver­gleich mit dem ver­gan­ge­nen recht lang­sam und er war aus­ge­füllt mit stram­mer Arbeit. Es war mir nicht leicht heu­te, ich füh­le recht deut­lich, wie Ihr Lie­ben mich ver­wöhnt habt in die­sen 14 Tagen. Ich bin so von Dank­bar­keit erfüllt, daß ich die­se schö­ne Zeit erle­ben durf­te. Wei­ter­le­sen!

13. Februar 1939

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O., am 13. Febru­ar 1939.

Mein lie­ber [Roland]!

Zuerst will ich mich recht schön bedan­ken für den Kar­ten­gruß. Das war sehr lieb von Ihnen. Und was Sie da schrei­ben, von Hexen und Geis­tern, das bewog mich nach­zu­den­ken. Wei­ter­le­sen!