Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Kuss

31. Oktober 1940

[401031–1‑1] Don­ners­tag, den 31. Okto­ber 1940. Mei­ne lie­be, gelieb­te [Hil­de] Du! Herz­al­ler­liebs­te, Hol­de mein! Du! Jetzt habe ich ein paar Stun­den frei ganz für Dich! Es ist 3 Uhr am Nach­mit­tag. Eben ist ein Teil der Gesell­schaft abge­rückt zum Nach­fei­ern nach Stran­de. Da hät­te auch ich mit­ge­mußt. Aber in letz­ter Stun­de stell­te sich her­aus, daß […]

28. Januar 1940

[400128–2‑1] O., am 28. Janu­ar 1939 [1940!]. Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Sonn­tag ist nun heu­te, und ich bin allein, und wenn für mich rech­ter Sonn­tag sein soll, dann mußt Du bei uns sein, Liebs­ter! Es geht nicht an, daß wir alle Fei­er­ta­ge zusam­men sein dür­fen. Und dies ist wohl auch eines der äuße­ren Zei­chen […]

[16. Januar 1939] Das Heim

[390116–2‑2] Das Heim [dem Brief 390116–2‑1 bei­gelegt] Die Wän­de eines Hei­mes sind nicht aus Holz oder Stei­nen gefügt, son­dern aus Wahr­heit und Treue. Uner­freu­lich­kei­ten, Rei­be­rei­en des Lebens, der Wider­streit der Per­sön­lich­kei­ten, sie wer­den nicht durch per­si­sche Tep­pi­che oder Par­kett­bö­den auf­ge­ho­ben, son­dern durch Ver­söhn­lich­keit, Nach­gie­big­keit und Selbst­be­herr­schung. Plea­se fol­low and like us:

06. Januar 1939

[390106–1‑1] K. am 6. Janu­ar 1939. Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Auf die Nach­mit­tags­stun­den hat­te ich Dei­nen Sonn­tags­gruß ver­scho­ben. Nun sind Elfrie­de und Hell­muth gekom­men. Die Zei­len schrei­be ich in Eile, Du mußt ent­schul­di­gen. Nun muß ich Dee mei­ne Tage wie­der ohne Dich ver­brin­gen. Ach Du! Ges­tern ein­mal und als der Zug mich so rasch aus der […]

04. Januar 1939

[390104–2‑1] O., am 4. Janu­ar 1939. Dies­mal muß ich mit einer Erklä­rung begin­nen. Sie dür­fen nicht den­ken, daß ich in der ver­gan­ge­nen Zeit Sie ver­ges­sen habe! [sic] Heu­te füh­le ich mich wie­der wohl und ich will Ihnen alles schrei­ben, was ich auf­zeich­ne­te.   Am 29. Dezem­ber 1938. Mein lie­ber [Roland]! Eine uner­war­te­te Freu­de berei­te­te mir heu­te […]

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