20. August 1941

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Mitt­woch, den 20. August 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Hol­de, Gelieb­te mein!

Wirst [Du] denn glück­lich wie­der heim­sein [sic] von der Hams­ter­fahrt? Mor­gen wer­de ich es wis­sen. Acht Tage sind wir ja im Kalen­der immer zurück im Wis­sen von­ein­an­der. Und die­ser Bote wird schon kei­ne Ant­wort mehr fin­den – Du! Du!!! Höchs­tens münd­li­che! Oh Herz­lieb!!! Auf münd­li­che Ant­wort freue ich mich doch soooooo sehr! Dar­auf bin ich doch ganz begie­rig!!! Bist Du es auch? Weißt, ich bin es mehr – auf die Ant­wor­ten von Dei­nem zucker-zucker­sü­ßen Herz­mün­chen! Oh Gelieb­te!!! Bald wird es mir wie­der ganz, ganz nahe sein! Wei­ter­le­sen!

4. August 1941

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Mon­tag, den 4. August 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

End­lich sind wie­der zwei lie­be Boten gekom­men, die von Mon­tag und Diens­tag. 3 ste­hen also noch aus: die vom 23.[,] 26. und 27. Juli. Weißt, wenn ich den­ke, es könn­te jemand uns[e]re Post steh­len, bei Dir zu Haus, oder unter­wegs, oder hier bei uns, da könn­te mich eine mäch­ti­ge Wut packen. Aber zunächst haben wir dafür kei­ner­lei Anhalts­punkt und zu die­ser Annah­me gar kei­nen Grund – wir müs­sen war­ten. Nimm nur nicht mehr die gerin­gen Umschlä­ge, die kom­men beschä­digt hier an, meschan­tes Zeug – und schrei­be mei­ne Anschrift immer recht deut­lich, auch die Feld­post­num­mer! Ja? Du!!! Und laß nun vor­erst mal genug sein mit blau­en [Geld­schei­nen] – Du! Meinst es zu gut jetzt. Wohin soll ich mit all dem Segen? Den Vor­schlag K. habe ich doch auch gemacht – wie­der mal gleich­zei­tig mit Dir? Ulkig, ulkig! Wei­ter­le­sen!

21. November 1940

Coventry bomb damage H5600.jpg
Unter­des­sen gin­gen die deut­schen Luft­an­grif­fe auf der bri­ti­schen Insel unver­min­dert wei­ter. Hier die zer­stör­te Innen­stadt von Coven­try, 11.1940. Foto von Lt. Tay­lor (Lt), offi­zi­el­ler Kriegs­fo­to­graf, Samm­lung Impe­ri­al War Muse­um, Bild H 5600, lizen­ziert unter Gemein­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 11.2015.

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Don­ners­tag, d. 21. Novem­ber 1940.

Du! Herz­lieb! Gelieb­te! Hol­de!

20 — 21 — 22, [Roland] und [Hil­de], Hubo und Hol­de!!!

Du, was soll ich noch Dum­mes schrei­ben? Ist es denn mög­lich? Mor­gen? Noch ein­mal schla­fen, oder nicht schla­fen? Du!! Und über 24 Stun­den will sie bei mir sein?!! Und sie wird wirk­lich kom­men!, Du wirst kom­men!!! Deine Bote vom Diens­tag hat mich des­sen sicher gemacht!!

Gelieb­te! So viel nimmst Du auf Dich mei­net­we­gen! Aber ich tät[‘] es ja auch, Du weißt es!! Wei­ter­le­sen!

13. November 1940

Frau-Holle-Teich 004
Frau-Hol­le-Teich auf dem Hohen Meiß­ner, Foto: Wil­low, 20.05.2007, über Wiki­me­dia Com­mons, Crea­ti­ve Com­mons Attri­bu­ti­on 2.5 Gene­ric Lizenz, 11.2015.

[401113–2-1]

Mitt­woch, am 13. Novem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]!! Gelieb­ter mein!!

Heut[’] in 8 Tagen Du!! Um die­se Zeit, nach Mit­tag, wenn mein Dicker­le Pau­se hat, da wird sei­ne [Hil­de] ihren schwar­zen Zau­ber­kof­fer packen!! Du!! Dies­mal wird es aller Vor­aus­sicht nach ein rich­ti­ger Zau­ber­kof­fer!! Wei­ter­le­sen!

06. November 1940

[401106–1-1]

Mitt­woch den 6. Novem­ber 1940

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du! Hol­de mein!

Du! Dein Schrei­ber­hu­bo liegt aus­ge­streckt auf sei­nem Lager. Alles muß drau­ßen antre­ten zum Dienst um 2 Uhr — er hat Mit­tag bis um 3 Uhr. Ist doch fein, nicht? Er ist aber auch noch müde heu­te. Eine gestör­te Nacht liegt hin­ter uns. Bis um 3 Uhr ging alles glatt, aber dann wur­de es unru­hig. Ich hat­te Alarm­wa­che. Das ist so: Bei Alarm muß der Lager­pos­ten mit zum Geschütz — des­halb abge­löst wer­den. Wei­ter­le­sen!