Trug und Schein: Ein Briefwechsel

14. April 1939

[390414–1‑1] L. am 11. April 1939. Mei­ne lie­be [Hil­de]! Heu­te Diens­tag wie­der in L. ein­ge­trof­fen, benut­ze ich den letz­ten unbe­schwer­ten Abend vor der Arbeit, den Brief an Dich zu begin­nen. Wir hat­ten die Fei­er­ta­ge Besuch, da bin ich nicht dazugekommen.

04. Januar 1939

[390104–2‑1] O., am 4. Janu­ar 1939. Dies­mal muß ich mit einer Erklä­rung begin­nen. Sie dür­fen nicht den­ken, daß ich in der ver­gan­ge­nen Zeit Sie ver­ges­sen habe! [sic] Heu­te füh­le ich mich wie­der wohl und ich will Ihnen alles schrei­ben, was ich auf­zeich­ne­te.   Am 29. Dezem­ber 1938. Mein lie­ber [Roland]! Eine uner­war­te­te Freu­de berei­te­te mir heu­te Ihr lieber […]

21. Oktober 1938

[381021–1‑1] L. am 21. Okto­ber 1938. 19.10.38 Heu­te muß ich mit einer Erklä­rung begin­nen. Ihr neu­er Brief­schluß ist nicht nur um ein Grad son­dern um meh­re­re Grad herz­li­cher und wirkt mei­nem Emp­fin­den nach zurück auf die Anre­de. Ich bin ganz ein­ver­stan­den. Nur mein Name gefällt mir nun nicht. 

06. August 1938

[380806–1‑1] 4.8. B. am 6. Aug. 1938 Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Es ist mir erst zu Hau­se recht deut­lich gewor­den, wie­viel Lau­fe­rei und Aus­la­gen ich Ihnen zuge­mu­tet habe, als ich Ihnen auf­trug, die Fil­me zu besor­gen. Sie haben mich aber recht ver­stan­den: Sie soll­ten die Bil­der zuerst sehen und über die Auf­nah­men ver­fü­gen. Mit Span­nung und Ent­de­cker­freu­de langt […]

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