Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Kunst

05. Januar 1941

[410105–1‑2] Sonn­tag, den 5. Janu­ar 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Ein trü­ber Sonn­tag ist heu­te. Ich las­se mich vom Wet­ter so leicht nicht irre machen. Aber es ist gut, daß ich heu­te die­ses Päck­chen abschi­cken kann, mit dem ich Dir eine klei­ne Freu­de machen möchte. 

15. September 1940

[400915–1‑1] 3 [sie­he Bild] Sonn­tag, den 15. Sep­tem­ber 1940 Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du! Sonn­tag­vor­mit­tag ist. Ich sit­ze drau­ßen in der Son­ne. Die Kame­ra­den hocken in der Stu­be, qual­men und ska­ten. Sie ‘genie­ßen’ — oder sie fröh­nen einer kin­disch anmu­ten­den Gewohn­heit. Ich gön­ne sie ihnen mit­samt der ver­brauch­ten Zim­mer­luft von Herzen.

03. November 1939

[391103–1‑1] S. am 1. Novem­ber 1939. Am Mitt­woch. Herz­al­ler­liebs­te! Erfreu­lich und über­ra­schend pünkt­lich lan­de­te ich noch vor 10 Uhr in Ostsach­sen. Ein Stück der Heim­fahrt habe ich ver­schla­fen. Hof­fent­lich wird mir mor­gen die Kun­de von Dei­ner guten Heim­kehr. Der Mensch, der Dir Augen mach­te, hat mich noch ein­paar­mal geängs­tigt. Na wart nur, bald wer­den wir dem […]

16. April 1939

[390416–1‑1] L. am 16. April 1939. Mei­ne lie­be [Hil­de]! Wenn Du hät­test sehen kön­nen, wie ich dar­auf gewar­tet und mich auf die Gele­gen­heit gefreut habe, Dir eine Freu­de zu berei­ten. So wie ich vori­ge Woche still­hal­ten und mich beschen­ken las­sen muß­te, so mußt Du es nun jetzt, ganz fein still hal­ten, Mund auf und Augen zu, […]

14. April 1939

[390414–2‑1] O., am 14. April 1939. Diens­tag­abend [11. April 1939]. Mein lie­ber [Roland]! Heu­te, nach den Fei­er­ta­gen ist kein Kränzl, und ich habe den Abend zu einem Spa­zier­gang benutzt. Ich bin ja so froh, wenn ich ein­mal allein und an der Luft sein kann, mein Dienst geht auch jetzt noch bis 6 abends. Wir kön­nen unser[e]m Chef […]

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