Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Kritik

29. Oktober 1942

[421029–1‑1]

Mon­tag, Don­ners­tag, den 29. Okt. 1942

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Vor­bei der Dienst. Er ließ sich heu­te so flau an und brach­te auf die letz­te Stun­de noch einen gan­zen Schwung Arbeit. Bin auf dem Heim­weg noch ein Rin­gel durch den Park gegan­gen. Ein grau­er, rau­er Herbst­tag ist heu­te – das hab ich erst am Abend gemerkt. […]

10. Dezember 1941

[411210–2‑1] Mitt­woch, am 10. Dezem­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Gelieb­ter!!! Ich kann nicht gehen, eh[‘] ich Dir guten Tag gewünscht habe, Du!! Und ein lie­bes Kussel geschenkt! Ach Her­ze­lein!!! Ich muß Dich gar so lieb haben! Du!!! Du!!!!! Es ist bald ½ 3 Uhr. Ich muß nach­her zur Schar. Eben war ein Bürsch­lein […]

17. Oktober 1941

[411017–1‑1] [Salo­ni­ki] Frei­tag, den 17. Okto­ber 1941 Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­bes teu­res Weib! Ganz neu­wa­schen [sic] ist Dein Man­ner­li! Vor einer Stun­de saß es noch in der Wan­ne und war­te­te ver­geb­lich auf den lie­ben Bade­meis­ter. Aber sein gedacht habe ich ganz sehr. Ich brau­che ihn doch. Über­all­hin kann ich doch nicht lan­gen! Auf dem Heim­we­ge habe […]

9. Oktober 1941

[411009–1‑1] [Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 9. Okt. 1941 Mein lie­bes, teu­res Weib! Herz­al­ler­liebs­te mein! Zwei Tage ließ Dein Bote auf sich war­ten – heu­te ist er nun wie­der zu mir gekom­men und bringt mir soviel Freu­de und Lie­be in Wort und Bild – ach, Gelieb­te, und auch Sehn­sucht, die Sehn­sucht weckt – und nun sind es […]

5. Oktober 1941

[411005–2‑1] Sonn­tag, am 5. Okto­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Du!!! Da haben mich mei­ne Anzei­chen in bezug auf Wet­ter­vor­her­sa­ge wie­der mal gründ­lich an der Nase her­um­ge­führt! Anstatt heu­te früh vom Son­nen­schein geweckt zu wer­den, vom blau­en Him­mel, ver­schlief ich es ers­tens! Und muß­te um 8 [Uhr] von der Mutsch geweckt wer­den, um zur […]

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