Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Kriegszeiten

18. Dezember 1942

[421218–1‑1]
Frei­tag, den 18. Dezem­ber 1942 

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne [Hil­de], Du! 

Oh Du! Ich muß Dir zum Dan­ke immer wie­der­sa­gen, wie Du mei­nes Lebens Son­nen­schein bist, Gelieb­te! Wenn in die ein­tö­ni­gen Tages­ge­schäf­te dann gegen Abend Dein lie­ber Bote kommt – dann springt die Tür auf zum Herzen […]

10. Dezember 1942

[421210–1‑1]
[Buka­rest], Don­ners­tag, den 10. Dez. 1942

Herz­al­ler­liebs­te mein! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Oh, das Man­ner­li bekommt es aber dies­mal deut­lich. Kannst mich beim Schop­fe neh­men heu­te. Schät­ze­lein! Aber mußt es Dir dann auch gefal­len las­sen, daß ich Dich ganz lieb umfas­se und zei­ge, wie lieb ich Dich habe. Ist doch heute […]

09. Dezember 1942

[421209–2‑1]

50.)

Mitt­woch­abend, am 9. Dezem­ber 1942.

Her­ze­lein! Schät­ze­lein! Mein aller­liebs­ter [Roland]! Du!!

Nun rate mal, Du! Wonach es bei uns riecht heu­te Abend!

Nach Husche­gans! Nach Husche­gans! Hur­ra! Sie ist da!!! Heu­te früh kam die Kar­te von der Post und ich bin sofort zum Bahn­hof gerannt, die heiß­ersehn­te in mei­ne Arme zu schließen!! 

05. Dezember 1942

[421205–2‑2]

46.)

Sonn­abend­abend, am 5. Dezem­ber 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber guter [Roland]! Herzallerliebster!

Jetzt ist Abend. ½ 8 zeigt die Uhr. Du! Ich hab doch müs­sen rich­tig lachen heu­te, als Du mir in Dei­nem lie­ben Mon­tag­brief noch­mal rich­tig die Zeit­ver­hält­nis­se auseinandersetzt.

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