Kriegszeiten

19. Dezember 1942

[421219–2‑1]

Sonn­abend, am 19. Dezem­ber 1942.

Gelieb­ter Du! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Ach Du! Du!! Bist zu mir gekom­men heu­te, so lieb. Ach Du! Und suchst mich doch, mein Her­ze­lein, in letz­tem Ver­trau­en, und möch­test Dich anleh­nen an mich, an Dein Weib, Dei­nen Lebens­ka­me­ra­den. Oh Du mein Her­ze­lein! Es ist der lie­be Bote vom Sonn­abend vor 8 Tagen, den ich emp­fing und der mir so lieb getreu­lich alles aus­rich­tet, was mein Liebs­ter ihm auf­trug. Ach Du! 

18. Dezember 1942

[421218–1‑1]
Frei­tag, den 18. Dezem­ber 1942 

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne [Hil­de], Du! 

Oh Du! Ich muß Dir zum Dan­ke immer wie­der­sa­gen, wie Du mei­nes Lebens Son­nen­schein bist, Gelieb­te! Wenn in die ein­tö­ni­gen Tages­ge­schäf­te dann gegen Abend Dein lie­ber Bote kommt – dann springt die Tür auf zum Herzen […]

10. Dezember 1942

[421210–1‑1]
[Buka­rest], Don­ners­tag, den 10. Dez. 1942

Herz­al­ler­liebs­te mein! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Oh, das Man­ner­li bekommt es aber dies­mal deut­lich. Kannst mich beim Schop­fe neh­men heu­te. Schät­ze­lein! Aber mußt es Dir dann auch gefal­len las­sen, daß ich Dich ganz lieb umfas­se und zei­ge, wie lieb ich Dich habe. Ist doch heute […]

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