Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Kriegszeiten

09. Dezember 1942

[421209–2‑1]

50.)

Mitt­woch­abend, am 9. Dezem­ber 1942.

Her­ze­lein! Schät­ze­lein! Mein aller­liebs­ter [Roland]! Du!!

Nun rate mal, Du! Wonach es bei uns riecht heu­te Abend!

Nach Husche­gans! Nach Husche­gans! Hur­ra! Sie ist da!!! Heu­te früh kam die Kar­te von der Post und ich bin sofort zum Bahn­hof gerannt, die heiß­ersehn­te in mei­ne Arme zu schließen!! 

05. Dezember 1942

[421205–2‑2]

46.)

Sonn­abend­abend, am 5. Dezem­ber 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber guter [Roland]! Herzallerliebster!

Jetzt ist Abend. ½ 8 zeigt die Uhr. Du! Ich hab doch müs­sen rich­tig lachen heu­te, als Du mir in Dei­nem lie­ben Mon­tag­brief noch­mal rich­tig die Zeit­ver­hält­nis­se auseinandersetzt.

04. Dezember 1942

[421204–2‑1]

45.)

Frei­tag, am 4. Dezem­ber 1942. 

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter! Mein herz­lie­ber [Roland]!

Ich bin bei Dir, Gelieb­ter!! Bin bei Dir! Ah Du!! Du!! 

Ganz still möch­te ich neben Dir sit­zen nun, Hand in Hand, Schul­ter an Schul­ter gelehnt – oh Du! Wang [sic] gegen Wan­ge geschmiegt. Gelieb­ter! Ich seh­ne mich so sehr nach Dei­ner Nähe! Du!!! Du!!!

03. Dezember 1942

[421203–2‑1]

Don­ners­tag­mor­gen, am 3. Dezem­ber 1942. 

Gelieb­ter!

Ich bin bei Dir! Du! Es ist noch früh­mor­gens und ich muß doch ganz schnell ein­mal zu mei­nem Schät­ze­lein kom­men, Du! Du!!! 

Ich hab Dich lieb! Du!!! Ich küs­se Dich! Her­zens­schatz! Mein!!! Du! Ich habe von Dir geträumt heu­te Nacht. Ich kann mich so recht gar­nim­mer besin­nen. Aber Du warst in mei­nem Traum! 

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