Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Kriegswirtschaft

14. März 1942

[420314–1‑1] [Salo­ni­ki] Sonn­abend, den 14.3.42 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Sonn­abend­abend. Es ist eben 8 Uhr vor­bei. Warm ist’s in unser[e]m Stüb­chen. Kame­rad K. hat sich eben ins Nach­bar­zim­mer bege­ben zum Skat­a­bend. Dar­auf hat doch das Man­ner­li gewar­tet. Nun kann es ganz unge­stört mit Dir plau­dern, ganz lieb Zwie­spra­che hal­ten, gelieb­tes Herz! Plea­se […]

21. Juni 1942

[420621–2‑1] Sonn­tag, am 21. Juni 1942. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­bes gutes Man­ner­li! Du! Ich bin doch heu­te in Dei­nem lie­ben Eltern­hau­se! Du! Gelieb­ter! Voll Sehn­sucht den­ke ich Dein. Eben ver­klang eine Son­der­mel­dung im Rund­funk. Ein gro­ßer Teil der Fes­tung Tobruk ist in deut­schen Hän­den! Man hat die Über­ga­be ange­bo­ten! Es „rom­melt“ in Afri­ka!! Plea­se fol­low and […]

21. Mai 1942

[420521–2‑2] Don­ners­tag, am 21. Mai 1942. Mein gelieb­tes Her­zens­schät­ze­lein! Mein Gold­her­ze­lein! Eben habe ich an die Eltern und an Sieg­fried zugleich geschrie­ben und ihm eine fro­he Heim­kehr gewünscht. Nein, so ein freu­di­ge Über­ra­schung, gelt? Daß unser Klei­ner nun doch noch heim­kommt. Ich gön­ne ihm von gan­zen [sic] Her­zen einen lan­gen Urlaub. Ger­ne möch­te ich ihn […]

21. Mai 1942

[420521–1‑2] [Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 21. Mai 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! [Ich] Bin doch schon wie­der bei Dir, Du!!! Mit­tag­stun­de ist, [sie] dau­ert doch jetzt über 4 Stun­den. Und heu­te ist es doch gar nicht so schwül. Ein fri­scher Wind hat sich auf­ge­macht und macht den war­men Tag ange­nehm. Und so bleibt vom Mit­tags­tünd­chen […]

15. Mai 1942

[420515–2‑1] 92. Frei­tag, am 15. Mai 1942. Her­zen­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter, guter [Roland]! Her­ze­lein! Es ist doch wie­der Abend gewor­den, da ich nun end­lich mich zu Dir set­zen kann. Der Tag war reich ange­füllt mit Geschäf­ten aller Art. Wie über­haupt der Frei­tag der hei­ßes­te Tag in der Woche ist. Früh­mor­gens begin­ne ich mit dem Rei­ne­ma­chen, soviel […]

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