21. Mai 1942

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[Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 20. Mai 1942

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, teu­res Weib!

Heu­te ist es doch schon spät, da ich zu Dir kom­me. Die Kame­ra­den K. und H. sind im Varie­té. Mit den Kame­ra­den He. und Schr. habe ich noch lan­ge am Tische geses­sen und mich mit ihnen unter­hal­ten über die Stel­lung des Chris­ten­tums zum neu­en Staat. Wir kom­men in unse­ren Ansich­ten und Mei­nun­gen ganz über­ein und sind auch alle der Hoff­nung, daß es nach die­sem Krie­ge auch zu einer Befrie­dung im Inner[e]n kom­men wird. Du kannst Dir den­ken, daß ich mich gern ein­mal so unter­hal­te – mit K. und H. konn­te ich das nicht, sie haben zu die­sen Fra­gen kei­ne Stel­lung, sie ken­nen die­se Fra­gen gar nicht. “21. Mai 1942” wei­ter­le­sen

20. Dezember 1941

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Sonn­abend, den 20. Dez. 1941

Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Her­ze­lein! Lie­bes, teu­res Weib!

Sonn­abend ist. Stil­le. Fei­er­abend. Die Arbeit ruht. Und in uns[e]rer Stu­be ist wie­der Ord­nung nach dem Kar­tof­fel­bra­ten, dem klei­nen Wasch­fest des Kame­ra­den H. und unse­rem Abend­brot. Und nun ist wie­der die Stun­de, in die unser Tag mün­det, auf die es ein­zig zuzu­ei­len scheint, für die ein­zig es geschaf­fen und wert scheint, Dei­nem Man­ner­li: die Stun­de des Heim­den­kens. Wei­ter­le­sen!