Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Kriegsverlauf

02. Dezember 1942

[421202–1‑1]

Mitt­woch, den 2. Dezem­ber 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

End­lich ist der Tisch leer. End­lich das Abend­brot ver­zehrt – end­lich ist nun Stun­de, auf die mir der gan­ze Tag zugeht. Ach, den gan­zen Nach­mit­tag schon glü­hen mei­ne Gesichtsbäckel […] 

27. November 1942

[421127–1‑1]

Frei­tag, den 27. Novem­ber 1942 

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Es ist kein Brief­lein heu­te gekom­men. Ich hat­te auf das vom Sonn­tag gehofft heu­te – es wird mor­gen kom­men. Von den Eltern kam ges­tern schon wie­der ein Gruß. Sie haben Nach­richt, daß Sieg­fried nahe der süd­fran­zö­si­schen Küs­te in Perpignan […]

24. Mai 1942

[420524–1‑1] Pfingst­sonn­tag, den 24. Mai 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Nun haben sich alle wie­der­ein­ge­fun­den, um den [Roland] in ihre Mit­te zu neh­men – heu­te nun auch, ganz pünkt­lich zum lie­ben Pfingst­fes­te die lie­be Mutsch zugleich für den lie­ben Vater.

21. Mai 1942

[420521–1‑1] [Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 20. Mai 1942 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, teu­res Weib! Heu­te ist es doch schon spät, da ich zu Dir kom­me. Die Kame­ra­den K. und H. sind im Varie­té. Mit den Kame­ra­den He. und Schr. habe ich noch lan­ge am Tische geses­sen und mich mit ihnen unter­hal­ten über die Stel­lung des Chris­ten­tums zum neuen […]

26. März 1942

[420326–2‑1] 45. Don­ners­tag, am 26. März 1942. Her­zens­schätz­chen! Mein aller­liebs­ter Roland! Du! Es ist noch ganz zei­tig am Tage, da ich zu Dir kom­me, Du! Erst kurz vor 8 Uhr! Ich bin schon längst auf. Hab[‘] schon Fleisch geholt, und Dei­nen Brief zur Post getra­gen. Heu­te ist´s käl­ter drau­ßen, die Son­ne scheint auch nicht. Nun sitze […]

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