27. April 1941

T&Savatarsm[410427–2‑1]

Sonn­tag, am 27. April 1941.

Mein liebs­ter [Roland]! Du!! Mein Herz­lieb! Herz­al­ler­liebs­ter mein!!

Du!!! Jetzt muß ich Dich erst ein­mal ganz fest in mei­ne Arme schlie­ßen! – Oh Du!! Sooo ganz fest! Ein so fro­her Sonn­tag ist mir heu­te beschert wor­den! Du!! Der 27.4. ist heu­te – 27+4=31! Ich hab’s ja schon geahnt! Gelieb­ter!! Jubel und Freu­de sind in mir! Ach Du!! Du!! Einen ganz lie­ben, lan­gen Kuß muß ich Dir schen­ken! Wenn auch alle dabei sind – was kümmert’s mich? Ich hab[‘] Dich sooooo lieb! Ich bin sooo glück­lich heu­te!! Wei­ter­le­sen!

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14. April 1941

T&Savatar[410414–1‑1]

Oster­mon­tag, den 14. April 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te, Gelieb­te mein!!

End­lich, end­lich, so sage auch ich dank­bar und froh, daß wir uns nun wie­der die Hän­de rei­chen, Gelieb­te! Dei­ne lie­ben Boten vom 3.[,] 5. und 6. April kamen heu­te zu mir als liebs­te Oster­über­ra­schung, Du!! Einer, der vom Frei­tag, den 4. April, scheint zu feh­len. Er wird noch kom­men. Ach Herz­lieb! Es ist, als ob ich es fühl­te, daß wir ein­an­der nun wie­der viel näher sind, Du!! Und gar nicht so alt ist, was Du mir berich­test. Viel, viel Drasch [sic: Geschäf­tig­keit] und Arbeit hat mein Herz­lieb, ich sehe und höre es. So viel Abwechs­lung und Abhal­tung vorm [sic: vor dem] Fes­te! Sie hilft die Zeit verkürzen:[sic] Wei­ter­le­sen!

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09. April 1941

Thessaloniki under the German occupation
Das Stein-Gebäu­de am Eleft­he­ri­as-Platz im grie­chi­schen Thes­sa­lo­ni­ki, das am 9.April 1941 von Wehr­macht­trup­pen besetzt wur­de. April 1941, Foto­graf unbe­kannt. Lizen­ziert unter Crea­ti­ve Com­mons Attri­bu­ti­on-Sha­re Ali­ke 3.0 Unpor­ted, über Wiki­pe­dia, 4/2016, Foto ein­ge­stellt von Phil­ly boy92.
[410409–2‑1]

Mitt­woch, am 9. April 1941.

Mein gelieb­tes Herz! Du mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Herz­lieb Du!! Die gro­ße Freu­de ist noch immer in mir, die Glück­se­lig­keit, daß uns[e]re Boten der Lie­be uns ein­bin­den wie­der[,] ganz fest ver­bin­den. Sooo [sic] weit sind wir von­ein­an­der ent­fernt, sooo nahe sind wir uns durch uns[e]re Zei­chen der gro­ßen Lie­be! Du!! Oh Du!! Ich habe Dich so ganz sehr lieb! Mein [Roland]! Ganz tief und fest und traum­los habe ich heu­te Nacht geschla­fen, Herz­lieb! Weil ich so froh und glück­lich bin, weil ich nun weiß, wir rei­chen uns wie­der ganz lieb und fest die Hän­de! Ich habe lan­ge nicht mehr von Dir geträumt, wohl seit Du wie­der ein ste­hen­des Quar­tier hast. Die ers­te Zeit, da Du noch auf der Bahn saßt, habe ich Nacht für Nacht von Dir geträumt – und weil ich in die­ser Zeit auch so ganz im Unge­wis­sen war über Dich, da waren mei­ne Ner­ven mehr auf­ge­peitscht. Wei­ter­le­sen!

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