15. Dezember 1941

[411215–2-1]

Mon­tag, am 15. Dezem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Her­ze­lein Du!!

Heu­te war mein Tag ganz aus­ge­füllt. Und jetzt erst, um 7 [Uhr] abends beginnt mein Fei­er­abend – ich ver­brin­ge ihn doch am aller­liebs­ten mir Dir, mein herz­lie­bes Man­ner­li!

[Ich] Will Dir nur gleich von früh ange­fan­gen erzäh­len. Zuerst schlie­fen wir alle 3 rich­tig aus! Bis um acht!! Weil der Papa Nacht­dienst hat ging es ein­mal, heu­te zum Mon­tag. Ganz fins­ter war der Tag heu­te, reg­ne­risch; aber nicht sehr kalt. Wei­ter­le­sen!

10. Dezember 1941

[411210–2-1]

Mitt­woch, am 10. Dezem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Gelieb­ter!!!

Ich kann nicht gehen, eh[‘] ich Dir guten Tag gewünscht habe, Du!! Und ein lie­bes Kussel geschenkt! Ach Her­ze­lein!!! Ich muß Dich gar so lieb haben! Du!!! Du!!!!! Es ist bald ½ 3 Uhr. Ich muß nach­her zur Schar. Eben war ein Bürsch­lein da, mich besu­chen. Ich habe ihn nicht her­ein­ge­las­sen! Weißt! Das füh­re ich nicht erst ein. Ich wer­de die Geis­ter dann nicht mehr los! [Ich] Habe ihm gesagt, daß ich noch Arbeit hät­te jetzt, er soll nur um 3 [Uhr] dann kom­men. Wei­ter­le­sen!