19. Juni 1941

[410619–2‑1]

Don­ners­tag, am 19. Juni 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Die mei­ne Herz­lieb!! Mein [Roland]!

Heu­te ist Dein lie­ber Bote zu mir gekom­men! Du!! Es dünk­ten mich ja die bei­den Tage, die er aus­blieb, eine Ewig­keit lang! Du!! Mein Lieb! Aber heu­te nun bin ich vom War­ten erlöst, Gelieb­ter! Dein Sonn­tags­brief ist es, der mich heu­te erreich­te. Die Brie­fe vom Don­ners­tag an bis Sonn­abend feh­len noch, sicher­lich sind sie irgend­wo ste­cken­ge­blie­ben. Wei­ter­le­sen!

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09. April 1941

Thessaloniki under the German occupation
Das Stein-Gebäu­de am Eleft­he­ri­as-Platz im grie­chi­schen Thes­sa­lo­ni­ki, das am 9.April 1941 von Wehr­macht­trup­pen besetzt wur­de. April 1941, Foto­graf unbe­kannt. Lizen­ziert unter Crea­ti­ve Com­mons Attri­bu­ti­on-Sha­re Ali­ke 3.0 Unpor­ted, über Wiki­pe­dia, 4/2016, Foto ein­ge­stellt von Phil­ly boy92.
[410409–2‑1]

Mitt­woch, am 9. April 1941.

Mein gelieb­tes Herz! Du mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Herz­lieb Du!! Die gro­ße Freu­de ist noch immer in mir, die Glück­se­lig­keit, daß uns[e]re Boten der Lie­be uns ein­bin­den wie­der[,] ganz fest ver­bin­den. Sooo [sic] weit sind wir von­ein­an­der ent­fernt, sooo nahe sind wir uns durch uns[e]re Zei­chen der gro­ßen Lie­be! Du!! Oh Du!! Ich habe Dich so ganz sehr lieb! Mein [Roland]! Ganz tief und fest und traum­los habe ich heu­te Nacht geschla­fen, Herz­lieb! Weil ich so froh und glück­lich bin, weil ich nun weiß, wir rei­chen uns wie­der ganz lieb und fest die Hän­de! Ich habe lan­ge nicht mehr von Dir geträumt, wohl seit Du wie­der ein ste­hen­des Quar­tier hast. Die ers­te Zeit, da Du noch auf der Bahn saßt, habe ich Nacht für Nacht von Dir geträumt – und weil ich in die­ser Zeit auch so ganz im Unge­wis­sen war über Dich, da waren mei­ne Ner­ven mehr auf­ge­peitscht. Wei­ter­le­sen!

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