16. Dezember 1941

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Diens­tag, am 16. Dezem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Du!!!!!

Heu­te kamen wie­der zwei lie­be Boten an von Dir! Oh Du! Ich habe mich ja soo gefreut! Ganz herz­lich möch­te ich Dir dan­ken, mein [Roland]! Kommst so lieb zu mir, Du! Ach! Ich füh­le rich­tig, wie Du Dein biß­chen Eigen­le­ben her­über­ret­ten mußt in die Stil­le, bei allem Tru­bel und Durch­ein­an­der Dei­ner Umwelt. Her­ze­lein! Es ergeht mir manch­mal auch so, daß ich kaum mich sam­meln kann, so viel stürmt auf mich ein. Und dabei bin ich doch mein frei­er Mann! Wei­ter­le­sen!

15. Dezember 1941

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Mon­tag, am 15. Dezem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Her­ze­lein Du!!

Heu­te war mein Tag ganz aus­ge­füllt. Und jetzt erst, um 7 [Uhr] abends beginnt mein Fei­er­abend – ich ver­brin­ge ihn doch am aller­liebs­ten mir Dir, mein herz­lie­bes Man­ner­li!

[Ich] Will Dir nur gleich von früh ange­fan­gen erzäh­len. Zuerst schlie­fen wir alle 3 rich­tig aus! Bis um acht!! Weil der Papa Nacht­dienst hat ging es ein­mal, heu­te zum Mon­tag. Ganz fins­ter war der Tag heu­te, reg­ne­risch; aber nicht sehr kalt. Wei­ter­le­sen!

08. Dezember 1941

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[Salo­ni­ki] Mon­tag, den 8. Dez[ember]. 1941

Mein lie­bes, teu­res Weib! Herz­lieb Du! Gelieb­te mein!

Her­zens­schät­ze­lein! Du! Gelieb­te! Ach, wie groß ist mei­ne Sehn­sucht, end­lich ein­mal mit Dir ganz allein zu sein! Die ande­ren, auch die Kame­ra­den, wür­den mei­nen Wunsch nicht ganz ver­ste­hen, weil sie nicht wis­sen, wie so innig man mit­ein­an­der ver­bun­den sein kann – wie so traut man Her­zens­zwie­spra­che mit­ein­an­der hal­ten kann. Herz­lieb mein! Wei­ter­le­sen!

23. Juni 1941

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Mon­tag, den 23. Juni 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb, Hol­de mein!!

Wo find ich Dich denn nun heu­te, Gelieb­te? Dein lie­ber Bote vom 14. Juni gibt mir Ant­wort. Ob Ihr denn nun wirk­lich dort seid? Mein Herz­lieb im Elb­schlöß­chen?!! Am lie­ben Elb­st­ro­me? Und am Schie­nen­strang, der hin­auf führt ins Para­dies, Herz­lieb!, und dar­über hin­aus bis zu mir – paß nur fein auf, man­che Tage hängt der Wagen nach Salo­ni­ki dran, mein[‘] ich. Und ich weiß, mein Herz­lieb schickt mir tau­send lie­be Gedan­ken und Wün­sche – süd­wärts, süd­ost­wärts. Wei­ter­le­sen!

22. Juni 1941

T&Savatarsm[410622–2-1]

Sch., am 22. 6. Sonn­tag 1941.

Gelieb­ter! Mein [Roland]!

Oh Du!! Wo soll ich denn zuerst begin­nen? Soo viel stürm­te heu­te auf mich ein. Du!! Du!! Freu­de, die mich erfüllt, die sich Dir kund tun will – Sor­ge, die mich bedrückt, die sich Dir mit­tei­len möch­te. Ach Herz­lieb! Will ich mir doch erst die Sor­ge von der See­le schrei­ben, Du!!! Auch Du wirst heu­te die­sel­be Sor­ge mit mir tei­len. Es geht ja wie­der um unser Vater­land, um uns[e]re vie­len, tap­fe­ren Sol­da­ten, ach Du!! Wei­ter­le­sen!