Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Kriegsende

25. März 1942

[420325–2‑1] 44. Mitt­woch, am 25. März 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein herz­lie­ber [Roland]! Du! Heu­te ist nun doch erst der Abend her­an­ge­kom­men, ehe ich mich zu Dir set­zen kann. Laß Dir erzäh­len. Plea­se fol­low and like us:

02. Januar 1942

[420102–2‑1] Frei­tag, am 2. Janu­ar 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Gelieb­ter! Du!!! Heu­te will ich wie­der zu Dir kom­men. Ges­tern war ich nur immer in Gedan­ken bei Dir. Der 1. Janu­ar war ges­tern. Du! Den­ke nur: wir schlie­fen bis um 10 vor­mit­tags! Nicht, daß wir so schlaf­be­dürf­tig gewe­sen sei­en! Nein – es war das […]

20. Dezember 1941

[411220–1‑1] Sonn­abend, den 20. Dez. 1941 Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Her­ze­lein! Lie­bes, teu­res Weib! Sonn­abend ist. Stil­le. Fei­er­abend. Die Arbeit ruht. Und in uns[e]rer Stu­be ist wie­der Ord­nung nach dem Kar­tof­fel­bra­ten, dem klei­nen Wasch­fest des Kame­ra­den H. und unse­rem Abend­brot. Und nun ist wie­der die Stun­de, in die unser Tag mün­det, auf die es ein­zig […]

25. April 1941

[410425–1‑1] Frei­tag, den 25. April 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te!! Mei­ne [Hil­de]!!! Es dünkt mir noch kaum einen Tag, daß ich eben hier auf der Bank saß und mit Dir plau­der­te. Sie ent­ei­len unver­se­hens und rei­hen sich zu Wochen. Was treibst Du wohl eben? Soviel ich weiß, ist Mut­ter noch da zu Besuch. Wenn […]

06. März 1941

[410306–1‑1] Don­ners­tag, den 6. März 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!! Schon wie­der 8 Tage ver­stri­chen – wie­der 8 Tage der schö­nen Jah­res­zeit näher. Du! Heu­te spürt man sie ganz deut­lich in der Luft. Du! Wenn ich für immer bei Dir sein kann, dann fra­ge ich nicht mehr nach Tages- und Jah­res­zeit […]

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