Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Kriegseinsatz

28. November 1942

[421128–2‑1]

39.)

Sonn­abend, am 28. Novem­ber 1942. Gelieb­tes, teu­res Herz! Mein aller­liebs­ter [Roland] , mein! Du! Guten Mor­gen lie­bes Her­ze­lein! Bist schon mun­ter? Ach sitzt ja schon bei Dei­ner Arbeit! Und wenn ich bei Dir ein­tre­te, dann ist ja Abend. So wünsch ich Dir einen guten Abend! Ach Lie­bes! Ich muß doch gleich heu­te früh […]

15. März 1942

[420315–2‑1] 37. Sonn­tag, am 15. März 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter guter [Roland]! Es wird bald um 2 Uhr nach­mit­tags sein. Ich sit­ze wie­der bei mei­ner liebs­ten Beschäf­ti­gung des Tages. Eben habe ich das Radio aus­ge­schal­tet, der Vater will Mit­tags­ru­he hal­ten. Die Hel­den­ge­denk­fei­er, die aus dem Zeug­haus in Ber­lin über­tra­gen wur­de, wo der Füh­rer sprach, ist vorbei. […]

10. März 1942

[420310–2‑1] Diens­tag, am 10. März 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes Man­ner­li! Ges­tern abend war es spät gewor­den im Frau­en­dienst. [Ich] Bin erst nach 11 Uhr heim. Es war ein schö­ner Abend. Nach der Ehrung sprach der Pfar­rer noch von der rus­si­schen Fröm­mig­keit. Er las aus einem Brief eines Mis­sio­nars, der vori­ges Jahr an den Grenz­ge­bie­ten gewirkt hatte […]

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