Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Kriegsdauer

29. November 1942

[421129–1‑1]

1. Advent, den 29. Novem­ber 1 9 4 2

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes teu­res Weib! 

Du bist zu mir gekom­men! Gelieb­te! Drei lie­be Boten sind zu mir gekom­men! Du! Du!!! Sind nur papier­ne Blät­ter, aber von daheim – von Dei­ner lie­ben Hand. Und die Zei­chen dar­auf, sie sind der Puls Dei­nes gelieb­ten Her­zens – und was sie bedeu­ten, das […]

04. März 1942

[420304–1‑1] [Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 4. März 1941 [sic: 1942] Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Her­ze­lein! Nun rei­chen wir rich­tig ein­an­der wie­der die Hän­de und tau­schen die Her­zen, und uns[e]re Gedan­ken ver­flech­ten ein­an­der, uns[e]ere Boten sind wie­der Ant­wort und Wider­hall, sie kün­den von unse­rem Glück. End­lich, end­lich ist nun auch für Dich die böse Wartezeit […]

27. November 1941

[411127–1‑1] [Salo­ni­ki,] Don­ners­tag, den 27. Nov.[ember] [19]41 Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Mei­ne lie­be [Hil­de], Du! Drei Tage kei­ne Post – das ist eine ganz schö­ne Gedulds­pro­be. Ach Du! Wenn Du mich 3 Tage [ein]mal nicht anschau­test oder nicht mit mir sprä­chest – das hielt[‘] ich doch nicht aus. Aber so ist es doch gar nicht. 

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