Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Krieg

30. März 1942

[420330–2‑1] 48. Mon­tag, am 30. März 1942. Herz­al­ler­liebs­ter! Schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Nun kann ich wie­der zu Dir kom­men, der Dienst ist aus. Das Abend­brot ist vor­über, die Uhr zeigt ½ 7. Und drau­ßen ist‘s noch ganz hell, eben geht die lie­be Son­ne unter. Was wirst Du denn trei­ben, Schät­ze­lein? Vor­hin schluck­te es mich […]

22. März 1942

[420322–2‑1] [O.] Sonn­tag, am 22. März 1942. Mein Her­zens­schät­ze­lein! Lie­ber, liebs­ter [Roland] Du! Sonn­tag­mor­gen ist, die lie­be Son­ne scheint – aber stür­misch ist’s drau­ßen. Da wird alle Näs­se vom Tau­wet­ter gut abtrock­nen. Ich bin allein heu­te, Her­ze­lein! Nur am Vor­mit­tag. Die Oma rief ges­tern an, ob die Eltern könn­ten mal [ein] paar Stun­den hel­fen kom­men. […]

14. Februar 1942

[420214–2‑2] 8.* Sonn­abend, am 14. Febru­ar 1942. Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Nun ist für mich Ruhe­pau­se – Wochen­en­de. Die Uhr geht auf 3. Bei mir drin­nen ist es schön warm. Drau­ßen fällt noch immer Schnee. Es ist, als woll­te unser Herr­gott die gan­ze Erde zude­cken für eine lan­ge Zeit. Viel­leicht wäre das gut so […]

02. Januar 1942

[420102–1‑1] [Salo­ni­ki] Frei­tag, den 2. Janu­ar 1942 Gelieb­tes Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Ein Fens­ter­brief ist heu­te zu mir gekom­men. Im Schau­fens­ter aus­ge­stellt Dein Man­ner­li!, aus­ge­stellt – von sei­nem Wei­berl! Na, na – Frau [Nord­hoff] ver­kehrt mit ihrem Man­ne geschäft­lich! Du!!! Bloß höchs­tens vor den Augen der ander[e]n – ja? Schät­ze­lein! Da ist doch auch […]

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