11. Februar 1942

[420211–1‑1]

Wien, den 11. Febru­ar 1942

Herz­al­ler­liebs­te mein!

Nun ist Dein Bub wie­der ein rich­ti­ger Wel­ten­bumm­ler, steigt ganz ledig und frei und allein in der Welt umher – und ist doch Dein Bub, ganz Dein Bub! Du weißt: Du kannst ihn ganz allein in die wei­te Welt schi­cken, in alle Win­de – er bleibt Dir treu, er ist Dein! Ach Her­ze­lein, Du! So wie ich weiß, so gewiß, daß Du – Du mein treu­lich war­test, immer! Schät­ze­lein! Ich bin doch sooo froh und glück­lich daß ich Dein Bub bin, Dein Man­ner­li!!! Und ich füh­le immer­zu das Band, das ich nach mir zie­he, wo ich auch bin, an des­sen ande­rem Ende Du bist, mein gelieb­tes Weib – das Band uns[e]rer Lie­be ist es, Her­zens­schät­ze­lein! Wei­ter­le­sen!

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02. Oktober 1941

[411002–1‑2]

[Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 2. Okt. 1941

Mein lie­bes teu­res Herz! Gelieb­tes Weib!

Nun ist wie­der Abend, Fei­er­abend auch. Ein schö­ner Tag mit wol­ken­lo­sem Him­mel geht zu Ende. Aber vom H [sic] Mee­re her ging eine küh­le Luft und nach Son­nen­un­ter­gang wird es sehr kühl. Den gan­zen Nach­mit­tag haben wir der Son­ne uns[e]re Bal­kon­tür geöff­net, aber nun habe ich sie schleu­nigst geschlos­sen. So haben wir uns für den Abend schö­ne Wär­me ein­ge­fan­gen. Scharf und dun­kel trat das Gebir­ge her­vor heu­te abend mit dem Olymp. Er trägt schon eine Schnee­hau­be. Wir fürch­ten den Win­ter nicht. Alle Schei­ben sind ein­ge­zo­gen. Ein nied­li­ches Öfchen mit lan­gem Rohr harrt der Benut­zung. In der Schreib­stu­be neben­an steht ein grö­ße­rer, leis­tungs­fä­hi­ger, von des­sen Wär­me auch wir ein wenig pro­fi­tie­ren wer­den. Wei­ter­le­sen!

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29. April 1941

T&Savatarsm[410429–2‑1]

Diens­tag, am 29. April 1941.

Mein lie­bes, treu­es Herz! Du mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter!

Du!! Heu­te end­lich scheint wie­der ein­mal die lie­be Son­ne. Wir haben uns rich­tig nach ihr gesehnt in die­sen Tagen. Eben sind Mut­ter und ich fer­tig mit unse­rer Haus­ar­beit: wir waschen auch zusam­men auf! Mut­ter sitzt jetzt an der Näh­ma­schi­ne, sie will ger­ne fer­tig wer­den mit ihrer neu­en Gar­de­ro­be. Du!! Fein macht sie sich, soll­test sie nur mal sehen! Vater schreibt [a]uch immer in sei­nen Brie­fen: „macht alles recht schön, damit ich paar Jah­re Staat machen kann mit Mut­ter!“ Wei­ter­le­sen!

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