Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Krankheit

11. November 1942

24.) Mitt­woch­abend, am 11. Novem­ber 1942. 

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Vor­bei der Dienst – vor­bei das Abend­brot. Und nun ist auch die Mutsch fer­tig mit dem lan­gen Schrei­be­brief an Dich, damit wird der Feder­hal­ter für mich frei! Ja, so ärm­lich hilft sich nun die bekann­te Schrei­bers­fa­mi­lie Muntschick-[Laube] hin­durch. Wir hat­ten bis vor kur­zem noch 2 Hal­ter. Mutter […]

10. November 1942

23.)

Diens­tag, am 10. Novem­ber 1942. 

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein gelieb­tes Herz! Liebs­ter, aller­liebs­ter [Roland], Du! 

Ich habe von Dir geträumt heu­te Nacht, Du! Aber ich weiß kei­nen Zusam­men­hang mehr, weiß nur, daß Du bei mir warst. Und das ist mir auch schon genug, Her­ze­lein! Du warst bei mir! 

Wie ich dich doch lie­be! Sooo lie­be. Du! Heu­te ist kein Bote […]

03. November 1942

17.)

Diens­tag, am 3. Novem­ber 1942. 

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes, teu­res Herz! Mein liebs­ter [Roland]!

Es reg­net heu­te. Ziem­lich kalt ists drau­ßen und es hat den Anschein, als ob es bald mal Schnee gibt. Vori­ges Jahr um die­se Zeit war schon alles in Weiß gehüllt. Ich war heu­te auf dem Wochen­markt. Tan­te K. hat­te 2 Kür­bis­se und 5 ℔ Sel­le­ri [sic] zur […]

01. November 1942

15.)

Sonn­tag­abend, am 1. Novem­ber 1942. 

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mein aller­liebs­ter [Roland] Du! Herzelein! 

Das Bes­te kommt zuletzt! Ja Du, das ist nicht nur eine lee­re Redens­art, Du bist mir wirk­lich das Bes­te, und zu Dir kom­me ich am liebs­ten, wenn gar­nichts mehr vor­liegt, wenn nichts mich drängt, damit ich ganz unge­stört bei Dir sit­zen kann. 

Mein Schät­ze­lein! Sonn­tag heute. […]

17. Dezember 1941

[411217–1‑1] Sonn­tag, den 17. Dez. 1941 Her­ze­lein! Gelieb­tes, teu­res Weib! Mei­ne [Hil­de]! Da habe ich doch noch alle Hän­de voll – Blü­ten und Früch­te uns[e]res Glü­ckes, Dei­ner Lie­be – da pur­zel­ten schon wie­der 3 Boten her­ein – – Du lie­be, treue See­le! Oh Du! Du!! Wie soll ich sie Dir zei­gen, all mein Glück und meine […]

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