14. November 1941

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Frei­tag, am 14. Novem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Gelieb­ter!!!

Grim­mig kalt ist es heu­te drau­ßen, die Fens­ter sind bis oben­hin gefro­ren, huh! Es gru­selt einem, wenn man nur hin­sieht. Ich sit­ze im War­men, die Füße, die ewig kal­ten, auf einem hei­ßen Zie­gel­stein! Ein Känn­chen hei­ßen Hus­ten­tee in der Ofen­röh­re, da kann ich extra von innen noch ein­hei­zen.

Ich habe ges­tern noch­mal gedämpft und bin dann nach 2 Stun­den schla­fen gegan­gen. Heu­te früh um 4 Uhr war ich schon wach, ich hat­te von Dir geträumt, weiß aber nicht mehr, was es war. Ich war so auf­ge­regt, daß ich auch nicht mehr ein­schla­fen konn­te. Wei­ter­le­sen!