02. Juli 1941

T&Savatar[410702–1‑1]

Mitt­woch, den 2. Juli 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te, Herz­lieb mein!

So, nun schreibt der Hubo wie­der mit den Ande­ren an einem Tische. Jetzt ist er näm­lich ein paar Mal abends aus­ge­zo­gen neben­an in die Schreib­stu­be – weil er mit sei­nem Geburts­tags­kind ganz allein sein woll­te. Die Kame­ra­den haben mich auch geneckt des­we­gen, aber das rührt den Hubo nicht. Wenn es um Dich geht, da lass ich mich nicht irre machen. Wo wirst Du denn mei­ner gedacht haben? Ich will raten: Gleich im Lehn­stuhl drau­ßen hast [Du] den Boten auf Dei­nen Schoß genom­men und hast ihm alles erzählt, hast mit Dei­nem Man­ner­li gere­det! Du! Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

06. Dezember 1940

Hilde, bei Roland zum Besuch, Ende November 1940, Eckernförde.
Hil­de, bei Roland zum Besuch, Ende Novem­ber 1940, Eckern­för­de.

[401206–2‑1]

Frei­tag, am 6. Dezem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein [Roland]!! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]!!

Vor acht Tagen rück­te unser Abschied immer näher – Du – weißt Du noch? So wenig Zeit erst ging dar­über hin – aber mir ist zumut, als hät­te ich Dich schon so lang nicht mehr gese­hen – Du – glaubst, Herz­lieb?, ich hab schon wie­der ein bis­sel Sehn­sucht nach Dir, Du!! Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

02. November 1940

GWG „Eige­ne Schol­le, Hal­le, wohl zwi­schen 1934–39.

[401102–2‑1]

Diens­tag, am 29. Okto­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Gelieb­ter Du! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Mit dem Brief­kas­ten­schlüs­sel bewaff­net ging ich heu­te früh gegen 5 Uhr zum Markt nach L.

Als ich vor die Haus­tür trat, Du! Wahr­haf­tig! Er [sic] war­te­te schon der Liebs­te! Es schim­mer­te weiß durch die Öff­nung des Kas­tens. Du!! Wie ich froh bin, wenn ich ihn fas­sen kann, Dei­nen lie­ben Boten. Du kannst mir’s nach­füh­len, Du freust Dich ja eben­so sehr wie ich. Du! Warst nun heut[’] mit mir auf dem Wochen­markt! Hof­fent­lich hast Du mir nicht auch so gefro­ren wie ich! Eine ganz rote Nase hab[’] ich mit heim­ge­bracht. Und ich konn­te Dich doch heut früh auch nicht an mein Herz drü­cken; der­weil an mei­nem Her­zen ruhen las­sen, wo es schön warm ist, Du wärst mir ja unten durch gerutscht, Du! Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

28. Oktober 1940

Blason et drapeau grec commémoration jour du non.JPG
Der 28. Okto­ber ist der sog. Ochi-Tag: mit ihm wird in Grie­chen­land dem Nein des grie­chi­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Ioan­nis Meta­xa als Ant­wort auf Beni­to Mus­so­li­nis Ulti­ma­tum gedacht, das den Beginn des ita­lie­nisch-grie­chi­schen Krie­ges mar­kier­te. Foto von Tigro­i­ni­kos, lizen­ziert unter CC BY 2.5 über Wiki­me­dia Com­mons, 10.2015.

[401028–1‑1]

Mon­tag den 28. Okto­ber 1940

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te, Hol­de mein!

Siehst, wie der Okto­ber abnimmt, Du? Wie lau­nisch sind wir Men­schen mit unse­ren Wün­schen, wie die Kin­der, mal soll es schnel­ler, mal lang­sa­mer geh[e]n. Schon wie­der sind wir bei der Kir­meszeit. Die Jah­res­zeit treibt die Men­schen wie­der in die Häu­ser, in die Stu­ben, weiß sie wie­der auf ihren häus­li­chen Kreis. Aus der Kind­heit her ist mir die­se Zeit so lieb gewor­den – mein und Hell­muths Geburts­tag lie­gen dar­in, es geht auf Weih­nach­ten zu. Weißt [Du], Herz­lie­bes, wie auch wir zum ers­ten­mal heim­gin­gen? Du! Finst[e]re Nacht war es – ein­sa­me nächt­li­che Stil­le um uns – und wir zwei allein – Du! Ich wun­de­re mich heu­te, daß wir so stand­haft blie­ben – heu­te könn­ten wir das nicht mehr, Hol­de! Glaubst mir’s? Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

20. Oktober 1940

Buckling.jpg
Bück­ling, Foto: Chris­to­pher Bertram (Nut­zer­nah­me: bris­to­least), 4.12.2006, unter CC BY-SA 3.0 lizen­ziert, über Wiki­me­dia Com­mons, 10.2015.

[401020–1‑1]

Sonn­tag, den 20. Okto­ber 1940

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de] Du! Hol­de mein!

Wohl­be­hal­ten bin ich aus Kiel zurück um die­sel­be Stun­de wie am ver­gan­ge­nen Sonn­abend. Es war ein erle­se­ner Tag ges­tern, gegen Mit­tag, som­mer­lich warm, ich habe geschwitzt auf dem Wege zum Auto­bus. Habe wie­der ein­ge­kauft in Kiel, eine gro­ße Trau­be, Äpfel, Bück­lin­ge, ein paar Klei­nig­kei­ten für die Kame­ra­den. Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error