23. August 1941

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Sonn­abend, den 23. August 41

Mein lie­bes, teu­res Weib! Herz­al­ler­liebs­te mein!!!

Dein lie­ber, lie­ber Bote von Sonn­abend ist zu mir gekom­men. Sei viel­lieb bedankt, Herz­lieb mein! [Du] Kannst Dir den­ken, was mich nun am meis­ten bewegt? Gelieb­tes Weib! Du, mei­ne [Hil­de]! Ach, ich wer­de ja nicht eher wie­der ganz ruhig wer­den, eh[‘] Du mir nicht geschrie­ben hast von Dei­nem schwe­ren Gang, eh[‘] ich nicht wie­der bei Dir bin und in Dei­ne lie­ben Augen schaue. Ach Gelieb­te, Du, mei­nes Her­zens Ver­trau­te und deren gan­zes, letz­tes Ver­trau­en ich besit­ze, ich will ver­su­chen, Dir zu sagen, was das Man­ner­li bewegt dar­um, und ich weiß, Du wirst mich ver­ste­hen, wo die Wor­te ihren Dienst ver­sa­gen – so wie ich Dich in allem ver­ste­he, was Du mir dazu schreibst. Ja, Herz­lieb, ich ver­ste­he Dein Han­deln, ver­ste­he Dei­nen Ent­schluß. Wei­ter­le­sen!

13. August 1941

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Mitt­woch, den 13. August 41

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb! Gelieb­te mein!!!

Freu­de ist in unse­ren Her­zen, Gelieb­te, gro­ße Freu­de!!! Kaum, daß unser Herz sie all[‘] noch fas­sen kann. Freu­de aus Lie­be, aus gro­ßer tie­fer Lie­be! Die leuch­tet und strahlt aus Dei­nem lie­ben Boten, der heu­te zu mir gekom­men ist – Du liebst mich sooo sehr!!! Du!!!!! So wie ich sehn­lich heim­zu­keh­ren wün­sche – so war­test Du mein. So wie ich zu Dir kom­men will mit aller Lie­be – so willst Du mich emp­fan­gen! So wie ich dann ganz Dein sein will – so willst Du mein sein! Oh Gelieb­te!!! Heim­zie­hen willst [Du] mich? – Du!!! Du!!!!! Es wird wohl ein Wett­lau­fen wer­den – – – nach Dei­nem Schloß, nach Dei­nem Heim! Nach mei­nem Schloß, nach mei­nem Heim! Wei­ter­le­sen!

13. Juni 1941

[410613–1-1]

Frei­tag, den 13. Juni 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb, Gelieb­te mein!

Kein Bote, aber ein fei­nes Paketl ist heu­te zu mir gekom­men. War doch mäch­tig gespannt auf uns[e]re Bil­der. Das Ergeb­nis ist teils-teils. Na, das kann nur zu neu­en Taten spor­nen – der Hubo knipst, das lie­be Frau­chen zahlt – und die Kame­ra­den­frau­en mit. Wei­ter­le­sen!

30. Mai 1941

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Frei­tag, am 30. Mai 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Du mein gelieb­ter [Roland]!!

Du!! Ges­tern abend in der Sing­stun­de war ich so froh, weiß gar­nicht [sic], wie es kam. Nichts von außen her, daß mir einen Anlaß dazu gege­ben hät­te. Es kam von innen her­aus die­ses Froh­sein! Und ich glau­be, Du warst auch froh an die­sem Abend, Gelieb­ter!! Wei­ter­le­sen!

19. März 1941

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Mitt­woch, am 19. März 1941.

Gelieb­tes Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter!!

Du! Heu­te nacht träum­te ich von Dir! Oh Du! So süß!! Herz­lieb!! Du warst ganz nahe bei mir!

Ich weiß aber den Ort nicht mehr – ich habe ihn auch in Wirk­lich­keit noch nie gese­hen. So wun­der­sam war alles, Du!! Vie­le, vie­le dunk­le Bäu­me stan­den rings um uns her, Nadel­bäu­me mit sel­te­nen, lan­gen Nadeln, Du lagst bei mir – im Gra­se; so weich war es, wie in unser[e]m Bett­lein, Du!! Und Du hast mich sooo [sic] sehr lieb gehabt! Du!!! Ich habe Dich so ganz deut­lich gespürt, Gelieb­ter!! So süß, so wun­der­schön war es! Nein – ich will dem nicht nach­hän­gen – das müs­sen wir jetzt weit, weit zurück­stel­len – erst noch den Som­mer vor­bei­las­sen, auch den Früh­ling – dann, wenn der Herbst kommt, viel­leicht, Du!! Viel­leicht, Herz­lieb, daß Du dann ein­mal zu mir kom­men darfst. Wei­ter­le­sen!