Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Konzert

07. März 1942

[420307–1‑1] [Salo­ni­ki] Sonn­abend, den 7. März 1942 Mein lie­bes, teu­res Weib! Gelieb­te! Mei­ne [Hil­de]! Du denkst mein sooo lieb jeden Tag – und jeden Tag bin ich unter den Glück­li­chen, denen die Post etwas bringt. Und unter den Glück­lichs­ten der Aller­glück­li­che, ganz gewiß! Wer wird noch sooo lieb beschenkt von sei­nem lie­ben Weib wie Dein Mannerli? […]

28. Februar 1942

[420228–2‑1] Sonn­abend, am 28. II. 1942. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein [Roland]! Ich kann nicht ein­schla­fen, ohne ein Wort zu Dir geschrie­ben zu haben. Du!!! Und dar­um set­ze ich mich noch heu­te, zu nächt­li­cher Stun­de vor den Bogen und den­ke an Dich, Schät­ze­lein liebs­tes! Der heu­ti­ge Tag war so ange­füllt wie­der mit aller­lei Geschäf­ten und Arbeit, sodaß ich erst […]

27. Februar 1942

[420227–2‑1] Frei­tag, am 27. II. 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Es ist bei­na­he ½ 10 Uhr abends, da ich mich zu Dir set­ze, um mit Dir zu plau­dern. Eigent­lich bin ich schon sehr müde; denn ich habe von früh­mor­gens bis vor­hin gear­bei­tet: Monats­en­de = Groß­rei­ne­ma­chen im Flur; das Tau­wet­ter zwang mich auch, Fens­ter zu putzen […]

14. Februar 1942

[420214–1‑1] Wien, den 14. Febr.[uar] 1942 Herz­al­ler­liebs­te, Gelieb­te mein! Zuerst muß ich Dir von gan­zem Her­zen dan­ken für Dei­nen lie­ben Brief. Heu­te mor­gen gegen 11Uhr war mei­ne Nach­fra­ge auf dem Post­amt nicht ver­ge­bens. Her­zens­schät­ze­lein! Wie fein und lieb es doch ist, daß  Du mich nun mit Dei­nem Boten wie­der­ge­fun­den hast – ach Schät­ze­lein, daß ich mich […]

15. Dezember 1941

[411215–1‑1] Mon­tag, den 15. Dez. 1941 Her­ze­lein! Gelieb­te! Über alles gelieb­tes Weib! Du!!! Herz­lieb! Wohin soll ich denn heu­te mit allem Glück? Du! Du!! Das sit­ze ich nun und weiß nicht recht aus noch ein mit aller Freu­de, mit allem Glück! Denk nur: drei Päck­chen sind gekom­men von mei­nem Schät­ze­lein – alle ganz wohl­be­hal­ten. Ob die wohl […]

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