6. Oktober 1941

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Mon­tag, am 6. Okto­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Du!!! Gelieb­ter! Mein [Roland]!!!

Du bist zu mir gekom­men! Du!! Ich bin so glück­lich! Ich bin sooo froh! Und damit Du mei­ne Freu­de auch wahr­haf­tig mit­emp­fin­den kannst, Herz­lieb! Dar­um habe ich mich gleich jetzt, eben, da ich Dei­ne bei­den lie­ben Boten gele­sen habe  her­ge­setzt, um Dir zu sagen, wie Du mich beglückt hast! Herz­lein!! Die Boten vom Mitt­woch und Don­ners­tag kamen an. Und dar­in­nen das lie­be, lie­be Vers­lein! Gelieb­ter !!!!! Du hast mich so sehr beglückt damit! Du weißt es nicht. Ach Du!! Du bist unzu­frie­den dar­über? Du!!! Du!!! Wenn es mich nur beglückt! Wenn es mich nur selig macht und so eigen-lieb anrührt im Her­zen! Wei­ter­le­sen!

06. Juni 1941

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Frei­tag, am 6. Juni 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, guter [Roland]!!

Puh – ist das wie­der eine Hit­ze heu­te!!

Ich habe mich eben von Kopf bis zu Fuß [sic] kalt abge­wa­schen und frisch ange­zo­gen – trotz­dem ist mir noch heiß. Neben mir auf dem Tische steht ein Krug voll But­ter­milch, bald wird er nicht mehr voll sein! Wie war es doch gleich? Mein Dicker­le mag kei­ne?! Kann ich sie immer ganz allein trin­ken! Wei­ter­le­sen!

13. April 1941

Bundesarchiv Bild 101I-783-0109-19, Nordafrika, Zugkraftwagen mit Flak.2
Afri­ka­feld­zug, hier ein Bild aus Nord­afri­ka, April 1941. Zug­kraft­wa­gen mit Flak, foto­gra­fiert von Dör­ner, Pro­pa­gan­da­kom­pa­nie Afri­ka. Gemein­frei über Wiki­me­dia Com­mons, Bun­des­ar­chiv, Bild 101I-783‑0109-19 / Dör­ner / CC-BY-SA 3.0, 4/2016.
[410413–2-1]

Sonn­tag, am 13. April 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter Du! Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du!! Mein [Roland]!!

Welch ein glück­vol­ler Oster­tag ist heu­te! Welch ein rei­cher Oster­tag an Freu­de und Son­nen­schein! Gelieb­ter!! Du! Ich möch­te Dich küs­sen! Ich möch­te Dir ganz nahe sein! Dir sagen, wie ich Dich lie­be! Du!! Ich bin Dir soo [sic] gut! Ich lie­be Dich ganz sehr, Du!!! Als ich aus der Kir­che kam um ½ 11, war­te­ten zwei lie­be Boten mein! Von mei­nem Herz­lieb! Du!! Einer kam ver­spä­tet an, er ist noch vom Mon­tag, den 31. März und er kün­det mir von Dei­ner [g]roßen Freu­de, von Dei­ner inni­gen Lie­be zu mir! Du!! Du!!! Wei­ter­le­sen!

20. März 1941

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Don­ners­tag, am 20. März 1941.

Mein gelieb­tes Herz! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter!

Du! Ges­tern, als ich Dei­nen Brief in den Kas­ten gewor­fen hat­te, da hat es mich in einem fort geschluckt [sic: Schluck­auf haben]. [Du] Hast wohl arg an mich den­ken müs­sen, Herz­lieb? Und abends, zwi­schen 8 – 10 Uhr, da war es ganz toll! Sag, [es] ist wohl etwas ganz beson­de­res [sic] gesche­hen ges­tern, am Mitt­woch? Oder hast Du nur auch[,] wie ich, so fest an den vor­her­ge­gan­ge­nen Mitt­woch den­ken müs­sen, der uns soo [sic] weit aus­ein­an­der­führ­te. Wei­ter­le­sen!