14. April 1941

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Oster­mon­tag, den 14. April 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te, Gelieb­te mein!!

End­lich, end­lich, so sage auch ich dank­bar und froh, daß wir uns nun wie­der die Hän­de rei­chen, Gelieb­te! Dei­ne lie­ben Boten vom 3.[,] 5. und 6. April kamen heu­te zu mir als liebs­te Oster­über­ra­schung, Du!! Einer, der vom Frei­tag, den 4. April, scheint zu feh­len. Er wird noch kom­men. Ach Herz­lieb! Es ist, als ob ich es fühl­te, daß wir ein­an­der nun wie­der viel näher sind, Du!! Und gar nicht so alt ist, was Du mir berich­test. Viel, viel Drasch [sic: Geschäf­tig­keit] und Arbeit hat mein Herz­lieb, ich sehe und höre es. So viel Abwechs­lung und Abhal­tung vorm [sic: vor dem] Fes­te! Sie hilft die Zeit verkürzen:[sic] Wei­ter­le­sen!

20. März 1941

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Don­ners­tag, am 20. März 1941.

Mein gelieb­tes Herz! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter!

Du! Ges­tern, als ich Dei­nen Brief in den Kas­ten gewor­fen hat­te, da hat es mich in einem fort geschluckt [sic: Schluck­auf haben]. [Du] Hast wohl arg an mich den­ken müs­sen, Herz­lieb? Und abends, zwi­schen 8 – 10 Uhr, da war es ganz toll! Sag, [es] ist wohl etwas ganz beson­de­res [sic] gesche­hen ges­tern, am Mitt­woch? Oder hast Du nur auch[,] wie ich, so fest an den vor­her­ge­gan­ge­nen Mitt­woch den­ken müs­sen, der uns soo [sic] weit aus­ein­an­der­führ­te. Wei­ter­le­sen!

08. März 1941

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Sonn­abend, am 8. März 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter mein! Du mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Schon zei­tig war ich heu­te früh mun­ter und ich habe so lieb an Dich den­ken müs­sen, Du!!

Unru­hig schlief ich heut[‘] nacht [sic!], es ist mög­lich, daß es von mei­nen Leib­schmer­zen her­rührt. Ich bin [ein] bis­sel [sic: biss­chen] zu sehr umge­gan­gen. Dafür will ich mich heu­te ganz sehr scho­nen. Es ist nach 3 Uhr am Nach­mit­tag. Du mein Lieb, wirst noch an der Arbeit sein. Ach nein! Heu­te ist ja Film­tag! Du schriebst mir ja davon. Erzäh­le mir nur ein­mal, wel­chen von den bei­den Fil­men Du Dir ange­se­hen hast! Und dar­nach wird mein Hubo in die Stadt gehen, da gibt‘s doch etwas zu holen, das uns bei­de neu­gie­rig sein läßt!! Die Bil­der! Du! Ich kann aber die Zeit kaum noch erwar­ten, bis ich sie auch sehen darf. Hof­fent­lich hal­ten sie alle Dei­ner stren­gen Mus­te­rung und Zen­sur stand! Du!! Wei­ter­le­sen!

03. November 1939

Bundesarchiv Bild 121-0270, Polen, Krakau, Polizeiparade, Hans Frank
Hans Frank, Poli­zei­pa­ra­de, Kra­kau, Gene­ral­gou­ver­ne­ment, DBa, Bild 121‑0270 / CC-BY-SA, Public Domain über Wiki­pe­dia Com­mons, 10.2014
[391103–1‑1]

S. am 1. Novem­ber 1939.

Am Mitt­woch.

Herz­al­ler­liebs­te!

Erfreu­lich und über­ra­schend pünkt­lich lan­de­te ich noch vor 10 Uhr in Ostsach­sen. Ein Stück der Heim­fahrt habe ich ver­schla­fen. Hof­fent­lich wird mir mor­gen die Kun­de von Dei­ner guten Heim­kehr. Der Mensch, der Dir Augen mach­te, hat mich noch ein­paar­mal geängs­tigt. Na wart nur, bald wer­den wir dem Hühn­chen ein Ring­lein ums Pföt­chen legen, damit jeder­mann gleich sieht, wem es gehört. Wei­ter­le­sen!