Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Kleriker

30. Mai 1941

[410530–2‑1] Frei­tag, am 30. Mai 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Du mein gelieb­ter [Roland]!! Du!! Ges­tern abend in der Sing­stun­de war ich so froh, weiß gar­nicht [sic], wie es kam. Nichts von außen her, daß mir einen Anlaß dazu gege­ben hät­te. Es kam von innen her­aus die­ses Froh­sein! Und ich glau­be, Du warst auch froh […]

13. Mai 1941

[410513–2‑1] Diens­tag, am 13. Mai 1941. Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Heu­te ist ein wun­der­ba­rer Son­nen­tag, ach, es lockt hin­aus, das Wet­ter! Und ich wer­de mich auch gleich ein­mal ver­lo­cken las­sen, was meinst [Du]? Plea­se fol­low and like us:

17. Oktober 1940

[401017–2‑1] Don­ners­tag, am 17. Okto­ber 1940 in K.. Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein gelieb­ter, guter [Roland]! Eben habe ich mei­ne Haus­ar­beit been­det. Die Wohn­stu­ben­uhr schlägt 2 Uhr. Das Radio bringt den Wehr­macht­be­richt, den höre ich so neben­bei mit an, dann soll es ganz still um mich sein. Plea­se fol­low and like us:

01. Juli 1940

[400701–2‑1] O., am 30. Juni 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, lie­ber [Roland], Du! Es ist abends um sie­ben. Ich bin nun fer­tig mit mei­ner Arbeit, die ich mir für heu­te vor­ge­nom­men hat­te; mor­gen muß ich mir erst Tüll kau­fen, dann kann ich das Pol­ter­abend­kleid voll­ends zu Ende arbei­ten. Nun will ich noch ein wenig Sonn­tag fei­ern. […]

20. Dezember 1939

391220–1‑1 S. am 17. Dezem­ber 1939. Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Zum ers­ten Male ver­leb­te ich einen Sonn­tag hier in S.. Ges­tern abend über­fiel mich ganz plötz­lich eine Müdig­keit. Bin­nen weni­gen Minu­ten muß ich fest ein­ge­schla­fen sein, ich habe es gar nicht gemerkt. ¼ 4 Uhr mor­gens erwach­te ich, aus selt­sa­men Träu­men. Plea­se fol­low and like […]

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