30. Mai 1941

T&Savatar[410530–2-1]

Frei­tag, am 30. Mai 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Du mein gelieb­ter [Roland]!!

Du!! Ges­tern abend in der Sing­stun­de war ich so froh, weiß gar­nicht [sic], wie es kam. Nichts von außen her, daß mir einen Anlaß dazu gege­ben hät­te. Es kam von innen her­aus die­ses Froh­sein! Und ich glau­be, Du warst auch froh an die­sem Abend, Gelieb­ter!! Wei­ter­le­sen!

13. Mai 1941

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Diens­tag, am 13. Mai 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Heu­te ist ein wun­der­ba­rer Son­nen­tag, ach, es lockt hin­aus, das Wet­ter! Und ich wer­de mich auch gleich ein­mal ver­lo­cken las­sen, was meinst [Du]? Wei­ter­le­sen!

17. Oktober 1940

LondonBombedWWII full
Fol­gen des Luft­an­griffs auf Lon­don, US Natio­nal Archi­ves and Records Admi­nis­tra­ti­on, ARC Iden­ti­fier 195566, über Wiki­me­dia Com­mons, 10.2015.
[401017–2-1]

Don­ners­tag, am 17. Okto­ber 1940 in K..

Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein gelieb­ter, guter [Roland]!

Eben habe ich mei­ne Haus­ar­beit been­det. Die Wohn­stu­ben­uhr schlägt 2 Uhr. Das Radio bringt den Wehr­macht­be­richt, den höre ich so neben­bei mit an, dann soll es ganz still um mich sein. Wei­ter­le­sen!

01. Juli 1940

Bundesarchiv Bild 102-15234, Berlin, Luthertag
“Die gro­ße Fei­er des Luther­ta­ges im Lust­gar­ten in Ber­lin! Bischof Hos­sen­fel­der hält die Anspra­che auf der Ram­pe des Ber­li­ner Schlos­ses im Lust­gar­ten,” inkl. Fah­nen­ban­ner mit “Deut­sche Chris­ten” und Haken­kreuz an den Fens­tern, 19.11.1933. Aktu­el­le-Bil­der-Cen­tra­le, Georg Pahl, DBa, Bild 102–15234 / CC-BY-SA, über Wiki­me­dia Com­mons, 04.2014.
[400701–2-1]

O., am 30. Juni 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, lie­ber [Roland], Du!

Es ist abends um sie­ben. Ich bin nun fer­tig mit mei­ner Arbeit, die ich mir für heu­te vor­ge­nom­men hat­te; mor­gen muß ich mir erst Tüll kau­fen, dann kann ich das Pol­ter­abend­kleid voll­ends zu Ende arbei­ten. Nun will ich noch ein wenig Sonn­tag fei­ern. Wie kann ich das bes­ser und lie­ber tun, als daß mei­ne Gedan­ken zu Dir gehen? Wei­ter­lei­ten!

20. Dezember 1939

El sueño de jacob
José de Ribe­ra, Jakobs Traum, 1639, gemein­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 12.2014.
391220–1-1

S. am 17. Dezem­ber 1939.

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Zum ers­ten Male ver­leb­te ich einen Sonn­tag hier in S.. Ges­tern abend über­fiel mich ganz plötz­lich eine Müdig­keit. Bin­nen weni­gen Minu­ten muß ich fest ein­ge­schla­fen sein, ich habe es gar nicht gemerkt. ¼ 4 Uhr mor­gens erwach­te ich, aus selt­sa­men Träu­men. Wei­ter­le­sen!