Trug und Schein: Ein Briefwechsel

20. Oktober 1942

[421020–2‑1]
6.)
Diens­tag, am 20. Okto­ber 1942. Abends.
Her­zens­schät­ze­lein! Du!! Einziggeliebter!
Du! Ich bin ja den gan­zen Tag über schon so vol­ler Freu­de und Glück, ach Du! Den­ke doch: 3 Boten sind gekom­men! 3 lie­be Boten von Dir, mein Herz! Du! Ich dan­ke Dir so sehr! Wie hast Du lieb und flei­ßig an mich gedacht, Schät­ze­lein! Bei […]

17. Dezember 1941

[411217–1‑1] Sonn­tag, den 17. Dez. 1941 Her­ze­lein! Gelieb­tes, teu­res Weib! Mei­ne [Hil­de]! Da habe ich doch noch alle Hän­de voll – Blü­ten und Früch­te uns[e]res Glü­ckes, Dei­ner Lie­be – da pur­zel­ten schon wie­der 3 Boten her­ein – – Du lie­be, treue See­le! Oh Du! Du!! Wie soll ich sie Dir zei­gen, all mein Glück und meine […]

15. November 1941

[411115–2‑1] Sonn­abend, am 15. Novem­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter!! Mein lie­ber, guter [Roland]! Du!!! Jeden Tag kommt jetzt Dein lie­ber Bote zu mir! Und er macht mich täg­lich so ganz froh und glück­lich! So ganz sehr froh und glück­lich, daß ich es Dir kaum sagen kann, Her­ze­lein!! Heu­te kam der vom Diens­tag an, aber eigent­lich war schon […]

02. Oktober 1941

[411002–1‑1] [Thes­sa­lo­ni­ki] Don­ners­tag, den 2. Okt. 41 Herz­al­ler­liebs­te! Hier mei­ne ers­te Sen­dung. [Du] Mußt recht bald ein paar Käst­chen schi­cken, damit ich das übri­ge auf­ge­ben kann. Zuerst die Sei­de zum Män­tel­chen, damit mein Herz­lieb recht bald zu einer war­men Hül­le kommt, daß nichts erfriert und ein­friert im kal­ten Winter.

01. Oktober 1941

[411001–1‑1] [Thes­sa­lo­ni­ki] Mitt­woch, den 1. Okto­ber 1941 Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Ob man sich auch dage­gen sträubt, es kommt doch alles nun wie­der ins alte Gelei­se. Daß man ein­mal aus dem Gelei­se geris­sen wird, daß man nicht fest­fährt in einem Gelei­se, das ist wich­tig für das Leben, und das müs­sen wir uns auch für später […]

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