21. März 1941

T&Savatar[410321–2‑1]

Frei­tag, am 21. März 1941.

Mein gelieb­tes Herz! Du mein lie­ber, guter [Roland]!!

Früh­lings­an­fang ist! Du!! Nun bricht sie an, die schöns­te Zeit im Jah­re, voll Blü­hen und Wer­den. Und wir dür­fen den deut­schen Früh­ling nicht mit­ein­an­der erle­ben – das ist trau­rig – aber, Herz­lieb! Es wird ja jedes Jahr Früh­ling!! Und müs­sen wir ihn dies­mal getrennt erle­ben, so im nächs­ten Jah­re ganz gewiß mit­ein­an­der! Du!! Und so Gott will[,] ist es dann ein Frie­dens­früh­ling! Herz­lieb!! Du!! Wir wol­len nur den lie­ben Herr­gott recht innig dar­um bit­ten, daß wir bei­de die­sen ersehn­ten Früh­ling im Frie­den fei­ern dür­fen. Du froh und gesund an mei­ner Sei­te! Ach Gelieb­ter!! Wie vol­ler Glück, wie vol­ler Jubel wird dann mein Herz sein! Du!! Wei­ter­le­sen!

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1. Februar 1941

T&Savatarsm[410201–2‑1]

Sonn­abend, am 1. Febru­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein [Roland]!! Du mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!! Du!!

Mei­ne Hän­de wol­len noch gar­nicht [sic] so recht wie ich will! Sie sind noch ganz steif und unge­lenk – ach über­haupt, heu­te ist wie­der mal alles kalt und abge­stor­ben an Dei­ner [Hil­de]! Du!! Weil sie seit früh­mor­gens auf den Bei­nen ist bei die­ser Mords­käl­te. Bloß das Her­zel ist warm! Du!!! Aber ganz warm! Wei­ter­le­sen!

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20. Januar 1941

T&Savatarsm[410120–2‑1]

Mon­tag, am 20. Janu­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!! Gelieb­ter!! Du!!

Bei uns ist ein när­ri­sches Wet­ter jetzt – ges­tern Käl­te und Schnee. Heu­te Tau­wet­ter und Regen, ja Regen! Die hohen Schnee­däm­me an der Stra­ße hüben und drü­ben sind so in sich zusam­men­ge­sun­ken. Ach – mir graut immer so vor dem Über­gang zum Tro­cken­wer­den – so ein dicker Brei ist alles, man muß nur so war­ten, und nun noch fes­te Asche drauf! Wei­ter­le­sen!

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17. Januar 1941

 

Hilde, Polterabend, Portrait, 07.1940
Hil­de, Pol­ter­abend, Por­trait, 07.1940

[410117–2‑1]

Frei­tag, am 17. Janu­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Gelieb­ter!! Mein Roland!! Du mein lie­ber, guter [Roland]!!

Ges­tern abend war es wie­der mal recht schön in der Sing­stun­de. Wir haben nicht viel vor an beson­de­ren Übungs­stü­cken und so wur­de wie­der ein­mal das Volks­lied her­zu­ge­sucht. Welch[‘] lie­be Erin­ne­run­gen stie­gen da auf – Du weißt dar­um, mein Herz­lieb! Wei­ter­le­sen!

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12. Januar 1941

T&Savatar[410112–1‑1]

Sonn­tag, den 12. Janu­ar 1941

Mein liebs­tes teu­res Herz! Gelieb­te Hol­de mein! Mei­ne Hil­de!

Mit­tag ist vor­bei. Dein Hubo hat sich in die 1. Gar­ni­tur gewor­fen – weil Sonn­tag ist – er hat­te sonst kei­nen Grund – doch noch einen heu­te: weil Kom­pa­nie­fest sein soll. Eine komi­sche Ange­le­gen­heit: nicht ver­bind­lich – kein Pro­gramm – Tanz soll sein – weiß[t Du]: sie wol­len noch mal das Kalb aus­trei­ben, ehe der Chef wie­der­kommt. Dein Hubo hält sich an den Pro­gramm­punkt, ‘unver­bind­lich’, der ist mir der liebs­te – Du darfst nicht den­ken aus Ver­zicht, zu dem ich mich zwin­ge – ach Herz­lieb! Gelieb­te!! Nach viel Bes­se­rem, Schö­ne­rem, viel, viel Rei­che­rem steht mein Sinn, Du!!!! Nicht Ver­zicht und Beschei­den­heit – Eigen­sinn und Anspruch und Lie­be zu Wahr­heit und Klar­heit bestim­men mich, die­sem Amü­sier­be­trieb abhold zu sein. Amü­sie­ren, Du! Das Wort hät­ten wir bei­de nicht erfun­den. Dazu sind wir nicht geschaf­fen. Wei­ter­le­sen!

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