17. Februar 1942

[420217–2‑1]

Diens­tag, am 17. Febru­ar 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein Schät­ze­lein! Liebs­ter [Roland]!

Du!! Ich habe ges­tern kei­ne Ruhe mehr gehabt, ich bin abends noch zur Post, um zu sehen, ob mein Herz­lieb mir geschrie­ben hat. Und ich frag­te nicht ver­ge­bens! Ich bekam einen Brief! Vom Herz­al­ler­liebs­ten, Du! Ich bin doch so froh! Heu­te Nacht habe ich erst mal wie­der schön geschla­fen. Vom Sonn­abend ist Dein lie­ber Bote. Und Du teilst mir mit, daß Du den ers­ten Brief von mir erhal­ten hast. Ich freue mich, Du! Nun hast Du gewiß auch täg­lich ein Zei­chen von mir in Hän­den.

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02. Januar 1942

[420102–2‑1]

Frei­tag, am 2. Janu­ar 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Gelieb­ter!

Du!!! Heu­te will ich wie­der zu Dir kom­men.

Ges­tern war ich nur immer in Gedan­ken bei Dir. Der 1. Janu­ar war ges­tern. Du! Den­ke nur: wir schlie­fen bis um 10 vor­mit­tags! Nicht, daß wir so schlaf­be­dürf­tig gewe­sen sei­en! Nein – es war das Gefühl des „Nichts­drän­gens“, eben des Fei­er­tags. Unser Papa schlief ja auch bis Mit­tag, wuß­ten wir, und so waren wir mal ganz faul. Her­ze­lein! Ich habe sooo an Dich gedacht am Sil­ves­ter­abend! Mußt es doch gespürt haben über alle Fer­ne, Du!!! Eine herr­li­che Nacht war es. So mond­hell, frost­klir­rend, ganz still, ach Du!!! Ich bin eher aus der Kir­che heim­ge­gan­gen, nach­dem die Pre­digt zu Ende war und vie­le Leu­te noch das Abend­mahl nah­men. Ganz allein ging ich auf der Stra­ße. Wie war das doch schön! Über mir die unend­li­che Him­mels­wei­te – so fried­lich alles rings­her. Wei­ter­le­sen!

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30. Dezember 1941

[411230–1‑1]

[Salo­ni­ki,] Diens­tag, den 30. Dezem­ber 1941

Herz­al­ler­liebs­te! Mein lie­bes teu­res Weib! Hol­de mein!

Oh Gelieb­te! Soviel Son­nen­schein ist in mei­nem Her­zen! Soviel Glücks­ge­fühl! Oh Her­ze­lein! Ich konn­te doch gar kei­nen Schlaf fin­den, kei­ne Ruhe – ich habe Dich müs­sen ganz lieb­ha­ben – Du! Du!!! Wei­ter­le­sen!

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14. Dezember 1941

[411214–2‑1]

Sonn­tag, 3. Advent _14. Dezem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Her­ze­lein!

Oh Du! Heu­te Nacht bist Du zu mir gekom­men, im Traum! War das doch son­der­bar, Du! Es dun­kel­te schon drau­ßen, ich wohn­te wie­der in uns[e]rer alten Woh­nung S.straße 10. Ich stand am Fens­ter in der Küche, von da aus ich die Kreu­zung über­se­hen konn­te. Plötz­lich sah ich Dich, mein Lieb, um die Ecke bie­gen! Einen schwe­ren Kof­fer schlepp­test Du und gingst ganz schief! In Dei­ner Mari­ne­uni­form kamst [Du] daher. Oh, ich fühl­te rich­tig, wie mein Herz zum Zer­sprin­gen klopf­te! Du!! Ach – wie soll ich’s nur beschrei­ben? Wei­ter­le­sen!

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07. Dezember 1941

[411207–2‑1]

Am 2. Advents­sonn­tag 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, aller­liebs­ter [Roland]!

Heu­te schneit es wie­der, kalt ist’s und ein Sturm hat sich auf­ge­macht. Aber gut tut einem die Luft. Sie ist so rein. Die Eltern wol­len nach­her ein­mal nach M. lau­fen, hin­zu wol­len sie den Staub­sauger mit­brin­gen; denn nun geht doch das Groß­rei­ne­ma­chen los! Man hat’s so bis­sel leich­ter. Im Win­ter kann ich sowie­so mei­ne Bet­ten nicht so drau­ßen her­um aus­brei­ten – aber der Staub muß trotz­dem her­aus. Und ich? was ich trei­be? Wei­ter­le­sen!

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