Trug und Schein: Ein Briefwechsel

29. März 1942

[420329–2‑1] 47. Palm­sonn­tag, am 29. März 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Du mein herz­lie­bes Man­ner­li! End­lich kann ich zu Dir kom­men! Du!!! Ich konn­te Dir doch ges­tern gar­nicht schrei­ben Herz­lieb, weil mein Pro­gramm über den Hau­fen gewor­fen wur­de. Laß Dir nur gleich ein­mal erzäh­len. Sonn­abend früh­mor­gens bin ich erst um 8 [Uhr] auf­ge­stan­den. Es war mir gar­nicht gut. Bei […]

29. März 1942

[420329–1‑1a] [Salo­ni­ki] Sonn­tag, den 29. März 1942 Herz­al­ler­liebs­te mein! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Sonn­tag­abend. Ich bin allein. Die Kame­ra­den gin­gen zur Front­büh­ne. Kame­rad H. hat­te Sonn­tags­dienst – Kame­rad K. war mit mir zusam­men am heu­ti­gen Nach­mit­tag. Ich ver­spür­te kei­ne Lust zum Varie­té. Zum einen bin ich müde, es feh­len mir ein paar Stun­den Schlaf – und […]

08. März 1942

[420308–1‑1] [Salo­ni­ki] Mon­tag, den 8. März 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Du, mei­ne lie­be [Hil­de]! End­lich kann ich mit Dir allein sein, Her­ze­lein! Der Sonn­tag kam ganz anders als gedacht. Den Got­tes­dienst konn­te ich nicht besu­chen, weil so viel Arbeit anlag. Kame­rad K. brauch­te sei­nen Sonn­tags­dienst nicht zu ver­se­hen. Als wir uns gegen 2 Uhr es eben ein […]

25. Februar 1942

[420225–2‑1] Mitt­woch, am 25. Febru­ar 1942 Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Nun muß­te ich heu­te wie­der zuse­hen, wie die Brief­trä­ge­rin vor­bei­ging. Ach Du! Du!!! Und ich hat­te doch heu­te sooo sehn­süch­tig gewar­tet! Um 9 [Uhr] schon stand ich am Fens­ter, schau­te nach der blau­en Uni­form. Man kann gar­nicht [sic] wei­ter als bis zum Nach­bar­haus sehen, solch […]

22. Februar 1942

[420222–2‑1] 16. Sonn­tag­abend, 20 15 Uhr. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter [Roland]! Um die­sel­be Zeit – heu­te vor 14 Tagen, Du! Da ging ich mit Dir die letz­ten Minu­ten Arm in Arm auf dem Bahn­steig auf und ab. Her­ze­lein! Denkst Du noch dar­an? Oh Du!!! Ich habe so bit­ter­lich geweint als ich heim­fuhr. Ach Du! Ich muß­te doch […]

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