Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Kinderschar

04. Dezember 1942

[421204–2‑1]

45.)

Frei­tag, am 4. Dezem­ber 1942. 

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter! Mein herz­lie­ber [Roland]!

Ich bin bei Dir, Gelieb­ter!! Bin bei Dir! Ah Du!! Du!! 

Ganz still möch­te ich neben Dir sit­zen nun, Hand in Hand, Schul­ter an Schul­ter gelehnt – oh Du! Wang [sic] gegen Wan­ge geschmiegt. Gelieb­ter! Ich seh­ne mich so sehr nach Dei­ner Nähe! Du!!! Du!!!

02. Dezember 1942

[421202–2‑1]

43.)

Mitt­woch­abend, am 2. Dezem­ber 1942. 

Her­zens­schät­ze­lin! Mein liebs­ter [Roland]!

Ich bin recht müde heu­te Abend, aber ich kann nicht ins Bett­lein gehen, ehe ich nicht bei Dir war, Du! Die Kin­der waren leb­haft heu­te! So froh war ich, als es 6 Uhr war. Wie haben Tisch­schmuck für die Frau­en­schaft gebas­telt, die mor­gen Abend 

03. Juni 1942

[420603–2‑1] 167. Mitt­woch, am 3. Juni 1942. Gelieb­tes, teu­res Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Du!! Ich muß mich erst ein­mal zu Dir set­zen nun, wenn ich viel­leicht auch nicht zu Ende kom­me mit mei­nem Brie­fe; denn die Uhr zeigt jetzt eben 600  [Uhr] und um 8 Uhr müs­sen wir in den Luft­schutz. Ach, wenn es nur […]

26. November 1941

[411126–2‑1] Mitt­woch, am 26. Novem­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Mein liebs­ter, liebs­ter [Roland]! Du!!! Ach! Könn­te ich mich jetzt an Dei­ne Sei­te set­zen, ganz froh und still! Könn­te ich mei­nen Kopf an Dei­ne Schul­ter leh­nen, es ist so beglü­ckend, Dei­ne Nähe zu füh­len, die mir so viel Gebor­gen­heit und Ruhe schenkt. Gelieb­ter! Mit Dir möch­te ich nun Feierabend […]

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