Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Kindererziehung

18. November 1941

[411118–1‑1] Diens­tag, den 18. Nov[ember]. 1941 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, teu­res Weib! Dein lie­ber Bote vom Diens­tag ist zu mir gekom­men heu­te! Er bringt mir gute Nach­richt! Gott­lob! Es geht Dir bes­ser. Und ich erfah­re, daß Du mir auch am Mon­tag geschrie­ben hast – der Bote ist nur noch nicht ange­kom­men hier.

28. Oktober 1941

[411028–2‑1] Diens­tag, am 28. Okto­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Gelieb­ter!!! Nach­mit­tag ist [es], ich bin mit mei­ner Haus­ar­beit fer­tig und set­ze mich erst ein Stünd­chen zu Dir, ehe ich mei­ne übri­gen Pflich­ten erle­di­ge; als da sind: noch 3 Brie­fe schrei­ben, an Hell­muth. Du! Ich hat­te in der Zeit noch­mal bei Mut­ter in K. angefragt […]

26. Oktober 1941

[411026–1‑1] [Salo­ni­ki] Sonn­tag, den 26. Okto­ber 1941 Her­zens­schät­ze­lein! Lie­bes, teu­res Weib! Gelieb­te mein! Du! Komm zu mir! Ich bin allein! Und drau­ßen ist Regen und trü­ber Him­mel. Drin­nen aber ist Wär­me, vom Öfchen, Wär­me und Trau­te und Son­nen­schein des Her­zens. Daß ich allein bin?

9. Juli 1941

[410709–1‑1] Mitt­woch, den 9. Juli 1941 Mein lie­bes, teu­res Weib! Mein lie­be, liebs­te [Hil­de]! Nun muß [ich] Dich erst ein­mal ganz lieb und dank­bar an mich drü­cken – Du!!! Du!!!!! Für Dei­nen lie­ben Boten, in dem Du mir hilfst Trost fin­den in die­sen Tagen. Herz­lieb! Er war ja schon eher bei mir als nun Dei­ne lieben […]

15. Dezember 1940

[401215–2‑1] Sonn­tag, am 3. Advent 1940. Gelieb­ter, mein [Roland]!! Herz­al­ler­liebs­ter!! Du!! Du!!! Du!! Wie soll ich denn nun anfan­gen mit der Bot­schaft, die ich Dir brin­gen will? Ach, Du!!! Hast Du es nicht schon gefühlt heu­te früh, genau um 700, mit dem Glo­cken­schlag? Du mußt es ja doch gefühlt haben — Du — so jäh, so […]

Nach oben scrollen