Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Keuschheit

30. Dezember 1938

[381230–1‑1] B. am 30. Dezem­ber 1938. Mei­ne lie­be [Hil­de]! Ges­tern kam Ihr Paket an. Heu­te zie­ren nun auch Ihre Gaben mei­nen Gaben­tisch. Sie zie­ren ihn, lie­be [Hil­de]. Ich habe mich sehr gefreut über Ihr Geschenk. Was haben Sie sich für Aus­ga­ben gemacht! ‚Die gute Tan­te’ weilt zu Besuch bei uns. Sie ist ganz weg in […]

10. September 1938

[380910–1‑1] 9.9.38 L. am 10. Sept. 1938 Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Da es nun herb­stet, den­ke ich mit eini­ger Sehn­sucht an O. zurück. Ich lieb­te es, von der K. oder M. oder von der E. über das wei­te, däm­mern­de Land zu sehen, wie es im Dunst und im Rauch der Kar­tof­fel­feu­er am Hori­zont mit dem Him­mel […]

07. September 1938

[380907–2‑1] O., am 7. Sep­tem­ber 1938 Lie­ber Herr [Nord­hoff]! Es ist eigent­lich schwer zu sagen[,] wie froh, wie erlöst ich war, als ich Ihre lang erwar­te­te Nach­richt in den Hän­den hielt. Ich bin Ihnen zu dop­pel­tem Dank ver­pflich­tet, und ich tue das von gan­zem Her­zen. Ihre Sonn­tags­grü­ße aus der Hei­mat haben dazu bei­getra­gen, mich hoff­nungs­vol­ler […]

5. Juni 1938

[380605–2‑1] 3.6.38 O., am 5. Juni 1938. Lie­ber Herr [Nord­hoff]! Son­nen­hell und klar brach heu­te der Pfingst­mor­gen an, ein Wet­ter, wie es wohl schö­ner nicht zu wün­schen ist. Ich freue mich ja so für Sie; denn nun kann ja Ihre kur­ze Urlaubs­zeit erst die rech­te Erho­lung sein. In der Kir­che hat mir[‘]s heu­te wun­der­schön gefal­len […]

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