14. Februar 1942

[420214–2-1a]

7.*

Sonn­abend, am 14.II. 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter mein! Du lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Es ist vor­mit­tags 10 Uhr, Herz­lieb! Eben war der Post­bo­te da, er brach­te mir 2 Brie­fe von Dir. Ach Du! Ich habe mich doch soo sehr gefreut! Her­ze­lein!! Nun weiß ich wie­der, wo Du weilst und was Du treibst. Ich habe mir doch so viel Gedan­ken gemacht um Dich, Du! Ges­tern war ich zwei­mal auf dem Post­amt, habe gefragt nach Post. Nichts. Um 1 [Uhr] mit­tags war noch kein Zug von Chem­nitz her­aus! Auf allen Lini­en stockt der Ver­kehr. Die Brief­trä­ger sind ges­tern gar­nicht zum Aus­tra­gen gekom­men. Wei­ter­le­sen!

04. September 1940

[400904–2-1]

O. — Mitt­woch, am 4. Sep­tem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, guter [Roland]!

Die Öffentlichkeit vor der Kirche bei der Hochzeit von Hilde und Roland, 07.1940.
Die Öffent­lich­keit vor der Kir­che bei der Hoch­zeit von Hil­de und Roland, 07.1940.

Heim­lich hat es mir doch Spaß gemacht zu lesen, wie mein lie­ber, gro­ßer Jun­ge ver­schämt und wohl dar­auf bedacht ist, daß nie­mand sei­ne ver­lieb­te Anre­de liest. Du!

Es ist aber gut so, wie Du es hältst. Was wis­sen denn Freun­de um die­se Wor­te — was wis­sen sie, was sie uns bedeu­ten? Sie wür­den ja doch nur spöt­teln und dum­me Wit­ze rei­ßen dar­über. Wei­ter­le­sen!

03. September 1940

Bundesarchiv Bild 193-04-1-26, Schlachtschiff Bismarck
Schlacht­schiff Bis­marck, 1940. DBa, Bild 193–04-1–26 / CC-BY-SA, über Wiki­me­dia Com­mons, 09.2015.

[400903–1-1]

am Diens­tag am 3. Sep­tem­ber 1940

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be lie­be [Hil­de]!

Schrei­be­tag [sic] ist nach unse­rem Über­ein­kom­men. Ich benut­ze die Mittag[s]pause von ½ 1 Uhr bis 2 Uhr, um ein paar Zei­len fer­tig zu machen. Ges­tern hat nun der Dienst begon­nen. Mor­gens ½ 8 Uhr zunächst eine Stun­de Unter­richt, dann bis gegen Mit­tag mit einer Pau­se, Fuß­dienst, Still­ge­stan­den, Rührt Euch, Augen rechts, die Augen links, zu drei­en abge­zählt. Auf [sic: auch] das kann anstren­gen aber es geht an. Wei­ter­le­sen!