20. Oktober 1941

[411020–2‑1]

Mon­tag, am 20. Okt.[ober] 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Du mein liebs­ter [Roland]!

Wirst Dich wohl wun­dern über mein son­der­ba­res For­mat des Brief­pa­pie­res!

Das ist auch wie­der mal ein Not­be­helf, Zei­chen des Krie­ges! Ich bekam erst gark­eins und dann noch die­ses hier. Na, bes­ser als keins! Ich kann Dir hier wenigs­tens noch immer alles schrei­ben, Du! Jetzt ist nun wie­der Ruhe in mei­ner Burg. Um 3 [Uhr] ist es, nach­mit­tags. Eben bin ich fer­tig mit auf­räu­men. Tan­te Gret­chen habe ich vor­hin zum 1333 [Uhr] Zug gebracht, die rollt jetzt schon nach Dres­den zu! Die Arme, bei dem schlech­ten Wet­ter! Wenn sie nur beim Heim­keh­ren ein war­mes Stüb­chen hät­te! Wei­ter­le­sen!

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03. Mai 1939

Lucas Cranach d. Ä. 034
Lucas Cra­nach der Älte­rer, Melan­cho­lie, 1532
[390503–2‑1]

O., am 3. Mai 1939.

Mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Unter den vie­len Hän­den, die am Mon­tag den Abrei­sen­den nach­wink­ten, sah ich immer nur eine Hand. Eine lie­be Hand, die ich jetzt ganz fest und dank­bar drü­cken möch­te. Längst schon waren die Lich­ter der Stadt zurück­ge­blie­ben, und ich stand noch immer am Fens­ter und starr­te hin­aus in die Dun­kel­heit, in die der Zug eilig hin­ein­braus­te. Wei­ter­le­sen!

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27. Januar 1939

Rangabzeichnungen der NSDAP, ca. 1930, Quelle: National Archives & Records Administration, Aufgeladen von OberRanks, 3 January 2010, http://en.wikipedia.org/wiki/File:EarlyNaziPartyRanks-NARA.jpg, heruntergeladen Dez 2013
Rang­ab­zeich­nun­gen der NSDAP, ca. 1930, Quel­le: Natio­nal Archi­ves & Records Admi­nis­tra­ti­on, Auf­ge­la­den von Ober­Ranks, 3 Janu­a­ry 2010, http://en.wikipedia.org/wiki/File: EarlyNaziPartyRanks-NARA.jpg, her­un­ter­ge­la­den Dez 2013

[390127–1‑1]

L. am 23. Jan. 1939

Am Mon­tag.

Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Eben kom­me ich von mei­nem Spa­zier­gang nach Hau­se. Einen Blick muß­te ich wer­fen nach dem Wes­ten. Ver­gan­ge­ne Woche war ich eini­ge­ma­le [sic] abends unter­wegs. Wenn Gedan­ken und Gefüh­le mich bestür­men, dann treibt es mich hin­aus. Es ist, als ob sie tief dann unter dem gleich­mä­ßi­gen Puls mei­ner Schrit­te bes­ser ord­nen lie­ßen. So war es am Mitt­woch, so am Don­ners­tag, als ich den Brief an Ihre Mut­ter zum Auto gebracht hat­te, so am Frei­tag, als ich Ihren Brief besorg­te. Es war eine böse Woche, ein wil­des Karus­sell der Gedan­ken und Gefüh­le. Wei­ter­le­sen!

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02. Oktober 1938

381002-2-1ia[381002–2‑1]

O., am 2. Okto­ber 1938.

Lie­ber Herr [Nord­hoff]!

Ein hei­ßer Schreck durch­fuhr mich heu­te in der Kir­che. Ich glaub­te[,] Sie unter der Gemein­de sit­zen zu sehen. Im sel­ben Moment als ich Sie ent­deckt glaub­te, wur­de es näm­lich neben mir laut: „Seht an, da ist Herr [Nord­hoff]!” Dann aber wen­de­te sich der Herr ein­mal um und wir sahen den Irr­tum. Wei­ter­le­sen!

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