Trug und Schein: Ein Briefwechsel

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20. Oktober 1941

[411020–2‑1] Mon­tag, am 20. Okt.[ober] 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Du mein liebs­ter [Roland]! Wirst Dich wohl wun­dern über mein son­der­ba­res For­mat des Brief­pa­pie­res! Das ist auch wie­der mal ein Not­be­helf, Zei­chen des Krie­ges! Ich bekam erst gark­eins und dann noch die­ses hier. Na, bes­ser als keins! Ich kann Dir hier wenigs­tens noch immer alles schrei­ben, Du! Jetzt […]

03. Mai 1939

[390503–2‑1] O., am 3. Mai 1939. Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Unter den vie­len Hän­den, die am Mon­tag den Abrei­sen­den nach­wink­ten, sah ich immer nur eine Hand. Eine lie­be Hand, die ich jetzt ganz fest und dank­bar drü­cken möch­te. Längst schon waren die Lich­ter der Stadt zurück­ge­blie­ben, und ich stand noch immer am Fens­ter und starr­te […]

27. Januar 1939

[390127–1‑1] L. am 23. Jan. 1939 Am Mon­tag. Mei­ne lie­be [Hil­de]! Eben kom­me ich von mei­nem Spa­zier­gang nach Hau­se. Einen Blick muß­te ich wer­fen nach dem Wes­ten. Ver­gan­ge­ne Woche war ich eini­ge­ma­le [sic] abends unter­wegs. Wenn Gedan­ken und Gefüh­le mich bestür­men, dann treibt es mich hin­aus. Es ist, als ob sie tief dann unter dem […]

02. Oktober 1938

[381002–2‑1] O., am 2. Okto­ber 1938. Lie­ber Herr [Nord­hoff]! Ein hei­ßer Schreck durch­fuhr mich heu­te in der Kir­che. Ich glaub­te[,] Sie unter der Gemein­de sit­zen zu sehen. Im sel­ben Moment als ich Sie ent­deckt glaub­te, wur­de es näm­lich neben mir laut: „Seht an, da ist Herr [Nord­hoff]!” Dann aber wen­de­te sich der Herr ein­mal um […]

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