23. April 1941

T&Savatarsm[410423–2‑1]

Mitt­woch, am 23. April 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein Herz­lieb! Mein liebs­ter [Roland]!

Den 175. Brief schrei­be ich Dir heu­te, mein [Roland]! Den 175. Brief, seit ich bei Dir in Bar­kels­by war, gerech­net – also seit Dezem­ber schon! 1/3 Jahr ist seit­dem ver­gan­gen – viel, viel ist gesche­hen – eines nach dem ander[e]n kam, und bestimmt kommt eines Tages genau­so in die­se Rei­hen­fol­ge ein­ge­ord­net, auch der ersehn­te Frie­den. Vor­hin haben wir die heu­ti­ge Son­der­mel­dung ver­nom­men, gera­de als wir noch bei Tische saßen, mel­de­te der Ansa­ger sie an. Schnell rann­te ich nach dem Atlas. Maze­do­ni­en, das ist ganz in der Nähe Salo­nikis’, zwei gro­ße Arme­en haben dort kapi­tu­liert. Schlag auf Schlag geht der Vor­marsch wei­ter. Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

18. April 1941

T&Savatar[410418–1‑1]

Frei­tag, den 18. April 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te! Herz­lieb mein!!!

Der gan­ze Schrift­ver­kehr hier bei uns ist streng geschie­den in einen gehei­men und einen offe­nen. So möch­te ich auch nun ver­fah­ren. Mei­ne Mut­ter weilt bei Euch. Ich erhielt heu­te einen Brief von Hau­se [sic]. Wenn man von uns[e]rer Mut­ter einen kriegt, dann weiß man über einen Zeit­ab­schnitt gut Bescheid. So berich­tet sie mir auch von S.s Beför­de­rung und von ihrer Absicht, am Diens­tag nach O. zu fah­ren. Ich freue  mich sehr dar­über. Sie schreibt: Da wer­den die 2 [Hil­des] (die 2 Stroh­wit­wen v.R. [sic]) im Jung­fern­stüb­chen schla­fen. Du!! Herz­lieb!!! Geh nur schnell und nimm allen lie­ben, ver­trau­ten Din­gen im „Jung­fern­stüb­chen” einen Eid ab, daß sie schweig­sam sind, nichts aus­plau­dern. Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

10. April 1941

T&Savatar[410410–2‑1]

Don­ners­tag, am 10. April 1941.

Mein gelieb­tes Herz! Du mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Herz­lieb!!

Du!! Eben bin ich aus der Kir­che heim­ge­kom­men, es ist gleich 9 Uhr abends. Es waren vie­le Leu­te zum Abend­mahl. Schön war es. Aber für uns Sän­ger doch dann lang­wei­lig – immer wie­der von vor­ne anfan­gen und es wird nicht alle.

Ein arbeits­rei­cher Tag ist zu Ende gegan­gen – wir kom­men nun bald, bald zu Ende mit uns[e]rer Fest­tags­ar­beit. Heu­te nach­mit­tag habe ich auch noch für Mutsch den Geburts­tags­ku­chen geba­cken, und er ist mir gut gera­ten. Heu­te abend noch decke ich den Geburts­tags­tisch: die schö­ne Tasche, 2 Putz­bürs­ten, 1 But­ter­glo­cke, ein Blu­men­strauß – lau­ter schö­ne Din­ge, sie wird sich ja freu­en! Du!! Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error