Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Kameraden

08. Mai 1942

[420508–1‑1] Frei­tag, den 8. Mai 1942 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Hol­de mein! Wer viel Hun­ger hat, ißt viel – wer viel ißt, hat viel Hun­ger. Wer viel wäscht, ist viel schmut­zig. Du! Wenn die­se Schluss­fol­ge­rung stimm­te, dann – na, das mag ich gar nicht fer­tig schrei­ben, da hab[‘] ich denn nun doch zu viel Dampf vor […]

07. Mai 1942

[420507–1‑1] Don­ners­tag, den 7. Mai [19]42 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Das Wich­tigs­te zuvor. So wie man erst im Zuge sit­zend sagen kann, daß man Urlaub hat, so auch, daß man abkom­man­diert wird. Es ist also ganz dumm, vor­her voll Unru­he zu sein, „durch­zu­dre­hen“, wie man hier sagt. Aus uns[e]rer Abrei­se wird also nichts, weil […]

07. Mai 1942

[420507–2‑1] 84. [O.] Don­ners­tag, am 7. Mai 1942. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein gelieb­tes teu­res Herz! Mein [Roland]! Ich kom­me wie­der zu Dir, Schät­ze­lein! Wie geht es Dir wohl? Du!! [Ich] Habe auch heu­te noch kei­nen Boten wie­der von Dir. Aber weißt [Du]? Ich kann doch auch noch gar kei­nen brau­chen, [ich] habe doch noch eine gan­ze Rei­he Deiner […]

03. Mai 1942

[420503–2‑2] Sonn­tag­abend, am 3. Mai 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter, guter [Roland]! Herz­lieb mein! Nun ist es so weit! Ich kann mich zu Dir set­zen, kann Dei­ne lie­ben Hän­de fas­sen – ach, Gelieb­ter! Ich bin doch so glück­lich! Bin so von Her­zen froh! Weil ich Dich sooo lieb­ha­ben kann, Du! Sooo lieb­ha­ben muß! Oh Her­ze­lein! Könn­test Du meine […]

27. März 1942

[420327–1‑1a] [Salo­ni­ki] Frei­tag, den 27. März 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, teu­res Herz! Frei­tag­abend – wie­der ver­ron­nen eine Woche. Die nächs­te sieht uns schon vor dem Oster­fest. Die Grie­chen fei­ern es an den­sel­ben Tagen. Oster­fest – es wird daheim noch wenig öster­lich aus­schau­en nach die­sem har­ten Winter.

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