Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Kameraden

15. Oktober 1942

Don­ners­tag, d.15.10.42

Her­zens­schät­ze­lein!

Es geht auf Bel­grad. Tag ist es wie­der. Der heu­ti­ge soll uns noch bis an unser vor­läu­fi­ges Ziel brin­gen. 8 Uhr vor­bei. Du wirst wie­der an Dein Tage­werk gehen. Ich muß immer Dein den­ken.

Ach Du! Es ist so grau­sam, so stück­weis von Dir ent­fernt zu wer­den. Wenn der Zug nur immer­zu füh­re – aber er hält […]

07. Juni 1942

[420607–1‑1] Sonn­tag, den 7. Juni 1942 Gelieb­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Mein Leben, Du! Und nun zu mei­nem Her­ze­lein! Ja, bis jetzt habe ich näm­lich mit den lie­ben Eltern gere­det – und Du hast doch dahin­ter gestan­den und ich muß­te doch dabei immer ein­mal nach Dir aus­schau­en, nach mei­nem Liebs­ten, Herz­al­ler­liebs­ten in der Welt, Du! […]

31. Mai 1942

[420531–1‑1] Sonn­tag, den 31. Mai 1942 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mein herz­lie­bes Schät­ze­lein! Huch! Ist das eine Hit­ze heu­te! Schla­fen kann man gar nicht zu einem Mit­tags­stünd­chen, die Stie­gen sind zu hoch, wir haben unse­re Net­ze noch nicht gespannt. Ich komm[‘] gleich ein bis­sel zu Dir, da ist es nicht so warm – und wenn es so […]

21. Mai 1942

[420521–1‑1] [Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 20. Mai 1942 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, teu­res Weib! Heu­te ist es doch schon spät, da ich zu Dir kom­me. Die Kame­ra­den K. und H. sind im Varie­té. Mit den Kame­ra­den He. und Schr. habe ich noch lan­ge am Tische geses­sen und mich mit ihnen unter­hal­ten über die Stel­lung des Chris­ten­tums […]

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