20. Juli 1941

T&Savatar[410720–2-1]

Sonn­abend, am 19. Juli 1941.

Mein Her­zens­schatz! Du mein gelieb­ter, lie­ber [Roland]!

Herz­lieb Du!!! Gleich zuerst mal das Geschäft­li­che. Es kam heu­te ein Schrei­ben an von der Schul­lei­tung Sch., Kreis Pir­na. Wor­in man mich bat um Aus­kunft: Geburts­da­tum, Glau­bens­be­kennt­nis, frü­he­rer Beruf. Wei­ter­le­sen!

02. April 1941

T&Savatarsm[410402–1-1]

Mitt­woch, den 2. April 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz­lieb! Herz­al­ler­liebs­te mein!

2 lie­be Boten sind wie­der in mei­ne Hän­de gelangt, die vom 22. und 24. März. Ach Herz­lieb! Soo­viel Geduld hast Du noch haben müs­sen und ich weiß nicht mal, ob Du heu­te schon etwas von mir in Hän­den hast. Es ist ein har­tes War­ten. Wei­ter­le­sen!

07. November 1940

Karte der Wahlergebnisse nach Bundesstaat
Wahl­er­geb­nis­se der Prä­si­dent­schafts­wahl in den USA vom 5. Novem­ber 1940. Kar­te von AndyHogan14. Lizen­ziert unter Gemein­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 11.2015.

[401107–2-1]

Don­ners­tag, am 7. Novem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Gelieb­ter Du!

Die ver­gan­ge­ne Nacht war ganz hell und stern[en]klar. Alarm war zu erwar­ten und wenn man sich die­sem Gedan­ken zur Ruhe begibt, schläft man meist ganz unru­hig. Gegen 200 ertön­te dann auch die Sire­ne, aber nicht bei uns, der Wind trug es von weit her. Ich war­te­te nun und lausch­te, bis die uns[e]re anfing. Nichts. Nach 3 [Uhr] ent­warn­te die and[e]re Sire­ne wie­der. Es schien wie­der die Leip­zi­ger Rich­tung zu sein. Wei­ter­le­sen!

16. November 1938

[381116–2-1]

O., am 16. Nov. 1938.

Lie­ber [Roland]!

Drau­ßen herrscht unfreund­li­ches Wet­ter, sehr trü­be ist es — ein wenig beherrscht es sogar mei­ne Stim­mung. Ich war heu­te nicht zum Got­tes­dienst, die Kan­to­rei hat auch nicht gesun­gen.

Jetzt hal­ten die Eltern noch Mit­tags­ru­he, mei­ne Gedan­ken sind bei Ihnen. Ich befürch­te, daß Sie mei­ne Kar­te nicht mehr erreich­te, das täte mir so leid.

Wie lan­ge doch die­se Unstim­mig­keit nach­wirkt in uns. Es ist rüh­rend, wie Sie sich sor­gen und mühen, um mir das Herz zu erleich­tern. Las­sen Sie mich noch­mals herz­lich dan­ken für Ihren letz­ten Brief. Er läßt mich wie­der hoff­nungs­vol­ler bli­cken in die Zukunft. Frei­lich wer­den noch vie­le Stei­ne auf unser[e]m Wege lie­gen, gro­ße und klei­ne. Doch wir wol­len sie mit Got­tes Hil­fe über­win­den, im Glau­ben an ein­an­der und im Glau­ben an die Stär­ke und das Gute in uns.

Las­sen wir nun das Trü­be hin­ter uns — freu­en wir uns des Kom­men­den. Sie haben mich mit Ihrer Hoff­nungs­freu­dig­keit ange­steckt: Es wird alles wie­der gut wer­den. Wei­ter­le­sen!

21. Oktober 1938

[381021–1-1]

L. am 21. Okto­ber 1938.

19.10.38

Heu­te muß ich mit einer Erklä­rung begin­nen. Ihr neu­er Brief­schluß ist nicht nur um ein Grad son­dern um meh­re­re Grad herz­li­cher und wirkt mei­nem Emp­fin­den nach zurück auf die Anre­de. Ich bin ganz ein­ver­stan­den. Nur mein Name gefällt mir nun nicht. Wei­ter­le­sen!