4. November 1941

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Diens­tag, am 4. Novem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Du!!! Mein Her­zens­man­ner­li! Mein [Roland]! Du!!!!!

End­lich ist Mit­tag! Ich bin fer­tig! Ich kann zu Dir kom­men, mein gelieb­tes Her­ze­lein! Oh Du!!! Wem schenk­te ich sie lie­ber, mei­ne Frei­zeit alle – als Dir, gelieb­tes Leben?! Wem, außer mir, geht es wohl noch so gut, daß er sich gleich zu Mit­tag hin­setz­ten darf, um an den Herz­al­ler­liebs­ten zu schrei­ben? Du!! Oh Du!!!!! Du!!!!! Wir sind doch zwei rech­te Glücks­kin­der, mein [Roland]! Wei­ter­le­sen!

22. August 1941

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Don­ners­tag­abend, am 21. August 41.

Mein herz­liebs­ter [Roland]! Gelieb­ter! Herz­al­ler­liebs­ter mein!

Es ist um 9 00 [Uhr] abends, ich bin seit einer Stun­de wie­der daheim aus der Stadt. Und nun muß ich erst noch ein paar Wor­te mir Dir tau­schen Herz­lieb, ehe ich schla­fen gehe. Wor­te mir Dir tau­schen, Du? Geht denn das brief­lich? Du?! O ja, mit Dir kann ich mich unter­hal­ten, auch wenn ich Dich nur in Gedan­ken bei mir habe! Du!!! Wei­ter­le­sen!

16. August 1941

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Sonn­abend, den 16. August 1941

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes Weib­chen! Du!!! Du!!!!!

Ach, ist es denn so klein, mein Herz­lieb? Daß mir nur die chen und lein gefal­len mögen? Ist doch alles sooo groß an ihm: die Ärm­chen und Händ­lein, und die Bei­neln und Füßeln – das Köpf­chen ist ja nicht groß – und das Münd­chen, grad recht zum Küs­sen – und das Her­ze­lein – grad recht zum Lieb­ha­ben über alles in der Welt – ach Gelieb­te! Gelieb­te!!! Ich glaub[‘], das Man­ner­li will es heut[‘] ganz lieb und zärt­lich mit Dir mei­nen – wie immer – aber man­che Tage doch mehr – wirst’s schon mer­ken – spä­ter, Du!!! Gelieb­te! Nun darf ich doch auch zärt­lich sein – mit Dir, mit Dir!!! Du!!!!! Wei­ter­le­sen!

27. Juli 1941

[410727–1-2]

Sonn­tag, den 27. Juli 1941

Mein Her­zens­schatz! Gelieb­te, Herz­lieb mein, Du!!!

Nun ist die Stun­de da, auf die ich mich gefreut habe: Mit Dir sein, ganz allein! Eine grö­ße­re Freu­de in die­ser Welt? Die gibt es nun nicht mehr für mich! So ist die Lie­be: es tritt ein Men­schen­kind in unser Leben – es ergänzt unser Wesen – schließt es auf – erfüllt es – erlöst es – so selt­sam und wun­der­sam und glück­voll, daß der, dem die­ses Glück wie­der­fuhr [sic], nun gar nicht mehr leben kann und möch­te ohne die­ses Glück. Ein Men­schen­paar – das sind eben nicht nur zwei Men­schen, son­dern wie Schu­he und Strümp­fe, zwei, die zusam­men­ge­hö­ren, zwei, die nur zusam­men etwas bedeu­ten – ein lin­ker und ein rech­ter – ein Men­schen­paar, daß ist ein neu­es Gan­ze [sic]. Wei­ter­le­sen!

22. Juli 1941

[410722–2-1]

Diens­tag, am 22. Juli 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, aller­liebs­ter [Roland]!

Heu­te scheint die lie­be Son­ne! Und in mei­nem Her­zen ist sie nun noch strah­len­der auf­ge­gan­gen, weil heut’ mein [Roland] zu mir gekom­men ist! Ach Du!!! Wie unend­lich lieb meint er es doch heu­te wie­der mit mir! Gelieb­ter!!! Es wird mir ja so schwer, die rech­ten Dan­kes­wor­te zu fin­den! Ich lie­be Dich! Du bist mir alles! [A]ch Her­zens­schatz! Fühlst Du denn, wie alles nach Dir mich drängt?, wie alles zu Dir will? – weil ich Dich ja über alle Maßen lie­be, lie­be!!!!! Herz­al­ler­liebs­ter Du!!! Wei­ter­le­sen!