Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Individualität

26. November 1941

[411126–1‑1] Mitt­woch, den 26. Novem­ber 1941 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Du!!! Mein lie­bes, lie­bes Weib! Heu­te komm[‘] ich gleich mal zum Vor­mit­tag auf einen Sprung zu Dir. Jetzt ist es 11 Uhr. Da wird unser Lager abge­bro­chen. Alles begibt sich zum Essen und still wird’s im Haus. Ich fah­re ja mit der Stra­ßen­bahn und rich­te es so […]

17. Oktober 1941

[411017–1‑1] [Salo­ni­ki] Frei­tag, den 17. Okto­ber 1941 Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­bes teu­res Weib! Ganz neu­wa­schen [sic] ist Dein Man­ner­li! Vor einer Stun­de saß es noch in der Wan­ne und war­te­te ver­geb­lich auf den lie­ben Bade­meis­ter. Aber sein gedacht habe ich ganz sehr. Ich brau­che ihn doch. Über­all­hin kann ich doch nicht lan­gen! Auf dem Heim­we­ge habe […]

26. Oktober 1940

[401026–1‑1] Sonn­abend den 26. Okto­ber 1940 Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te! Hol­de! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Sonn­abend­nach­mit­tag. Die gro­be Arbeit ist getan: Stie­fel geputzt, Spind sau­ber gemacht, Kop­pel­zeug blank, Knöp­fe ange­näht, geba­det. Nun kann ich die fei­ne Arbeit vor­neh­men. Fast leer ist die Stu­be. Vie­le sind wie­der nach Kiel gefah­ren. Ich will heu­te häus­lich blei­ben. Mor­gen […]

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