11. August 1941

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Mon­tag, am 11. August 1941.

Herz­lieb!! Schät­ze­lein lie­bes! Mein gelieb­ter, liebs­ter [Roland]!

Du! Nun schrei­ben wir den August schon zwei­stel­lig! Und wenn wir zu den vor­han­de­nen Zeh­nern noch 2 dazu rech­nen! Du!! Dann ist der Tag da!! Die­ser Sonn­tag! Son­nen­tag!! Der 31.! Wei­ter­le­sen!

20. April 1941

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Sonn­tag, am 20. April 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, guter [Roland]!

Herz­lieb! Heu­te end­lich! Heu­te ist er bei mir, Dein lie­ber Bote vom Sonn­tag, dem 7. April. Ach, Du weißt ja nicht, wie sehr ich auf ihn war­te­te! Wie ich ihn her­bei­sehn­te, den Boten vom Liebs­ten! Du! Heu­te wäre es der 4. Tag gewe­sen, daß kei­ne Post gekom­men sei für mich! Du!! Nun bin ich aber ganz froh und glück­lich! Ges­tern, an mei­nem Ehren­tag (der Voll­jäh­rig­keit!!) habe ich ja sooo [sic] sehn­süch­tig nach ihm aus­ge­schaut. Früh ver­geb­lich – nach­mit­tags ver­geb­lich. Ach Du! Ich woll­te doch bei­na­he ganz trau­rig wer­den, Herz­lieb! Aber ich wuß­te doch, daß es nicht Dei­ne Schuld ist! Du ver­gißt mich nim­mer­mehr! Du!! Ich weiß es! Es war recht gut, daß die lie­ben Eltern [Nord­hoff] unser Besuch waren ges­tern, so bin ich immer wie­der auf fro­he Gedan­ken gekom­men, und ich hing dem Ent­täuscht­sein nicht immer nach. Nun bin ich heu­te, am Sonn­tag doch belohnt wor­den, für mein War­ten! Und ich weiß, Herz­lieb!! Du!! Ich weiß, und könn­te ganz laut jubeln vor Freu­de, bei die­sem Gedanken!,[sic] daß die Mutsch noch einen ganz lie­ben Brief für mich bereit­hält! Wei­ter­le­sen!

26. März 1941

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Mitt­woch, den 26. März 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

End­lich, end­lich ist heu­te die Post in Gang gesetzt wor­den! Du armes, lie­bes [,] hast nun so lang war­ten müs­sen. In 3 — 4 Tagen heißt es, kön­nen wir mit der ers­ten Post aus der Hei­mat rech­nen. Uns[e]re Feld­post soll mit dem Flug­zeug gehen. Herz­lieb, Herz­lieb! Wirst alle Tage mei­ner gedacht haben, so wie ich Dei­ner. Wenn wir nun gegen­wär­tig auch etwas eng und unschön unter­ge­bracht sind, so sind wir doch wenigs­tens von den Rädern her­un­ter – vor­läu­fig. Ein Teil uns[e]rer Leu­te geht [sic] in 2 Tagen schon wie­der wei­ter. Ges­tern und heu­te war nun die ers­te Gele­gen­heit, sich mal in der Umge­bung umzu­se­hen. Nach einem Put­zen und Bürs­ten und Umzie­hen von mehr als einer hal­ben Stun­de darf man sich dann um eine Urlaubs­kar­te bewer­ben. Also, wenn wir bei­de wie­der mal zum Aus­ge­hen uns anschi­cken, wird Dein Hubo gewiß ein wenig mehr Geduld zei­gen. Wei­ter­le­sen!

22. März 1941

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Sonn­abend, den 22. März 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]!

[ [sie­he Abbil­dung] Der letz­te Maschi­nen­wech­sel und län­ge­re Auf­ent­halt vor unse­rem ers­ten Ziel. Wir sind 150 km vor S.[sic] Ein herr­li­cher Tag ist drau­ßen heu­te, frisch aber mit Früh­lings­ah­nen geht die Luft. Wo wir eben jetzt fah­ren ist es etwa so grün wie bei Euch zu Hau­se. Freund­lich und gut bebaut das Land, gar nicht fremd anmu­tend – vie­le Schaf­her­den mit Hun­den dar­um und einem Esel meist, auf dem der Schä­fer heim­wärts rei­tet. Wei­ter­le­sen!

09. November 1940

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Sonn­abend am 9. Novem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Gelieb­ter mein!

Fei­er­abend ist nun für mich. Es geht auf 6 Uhr. Ein arbeits­rei­cher Tag war es wie­der, und ich bin nun recht froh, daß ich mal sit­zen und aus­ru­hen kann. Aber die Hän­de und die Gedan­ken, die kön­nen nicht Ruhe geben. Mein [Roland], Du! Sie wol­len immer nur zu Dir, die Gedan­ken. Und die Hän­de wol­len sich immer nur regen für Dich! Für unser Wie­der­se­hen rüs­ten sie jeden Tag jetzt, Du!! Ach, so vie­ler­lei habe ich doch wie­der vor­zu­be­rei­ten. Es ist gera­de wie­der wie einst, als ich Dich in L. besu­chen kam, Du!! Wei­ter­le­sen!