21. Mai 1942

Bundesarchiv Bild 101I-163-0318-30, Griechenland, deutsche Soldaten in Geschäft.jpg
Grie­chen­land, deut­sche Sol­da­ten in Geschäft, plün­dernd, April 1941. Quel­le: Bun­des­ar­chiv, Bild 101I-163‑0318-30 / Bau­er / CC-BY-SA 3.0. Über Wiki­me­dia Com­mons, 11.2018.

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[Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 21. Mai 1942

Her­zens­schät­ze­lein! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

[Ich] Bin doch schon wie­der bei Dir, Du!!! Mit­tag­stun­de ist, [sie] dau­ert doch jetzt über 4 Stun­den. Und heu­te ist es doch gar nicht so schwül. Ein fri­scher Wind hat sich auf­ge­macht und macht den war­men Tag ange­nehm. Und so bleibt vom Mit­tags­tünd­chen gleich etwas übrig für mein Schät­ze­lein! Wenn es bei mir wäre, gehör­te ihm das gan­ze Mit­tags­tünd­chen, gelt? Wei­ter­le­sen!

12. März 1942

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[Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 12. März 1942

Mein lie­bes, teu­res Weib! Herz­al­ler­liebs­te, Hol­de mein!

Her­zens­schät­ze­lein! Nun sit­ze ich wie­der vor dem wei­ßen Bogen. Eben habe ich noch ein­mal gelüf­tet – und beim Hin­aus­tre­ten auf den Bal­kon, da bann­te der gestirn­te Him­mel mei­nen Blick. Ein pracht­vol­ler Ster­nen­him­mel wie sel­ten daheim. Und eben vor mir unser schöns­tes Stern­bild am nörd­li­chen Him­mel, der Ori­on. Oh Gelieb­te! Welch ein Strah­len, welch eine Pracht, him­mel­weit, welt­um­span­nend.

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03. März 1942

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Diens­tag, am 3. März 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland] Du!!

Ich habe heu­te ver­geb­lich wie­der auf den Brief­trä­ger gewar­tet. Es war nichts von Dir dabei, Her­ze­lein. [Ich] Muß ich mich halt noch einen Tag län­ger gedul­den. Ach, ich will es so ger­ne, ich weiß ja, daß mein War­ten belohnt wird. Du schreibst, daß bei Euch die Post wie­der gut geht. Da muß es sich ja nun auch bei uns hier ein­rich­ten.

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20. Februar 1942

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3)

[Salo­ni­ki] Frei­tag, den 20. Febru­ar 1942

Gelieb­tes, teu­res Herz! Du mei­ne lie­be [Hil­de]!

Her­ze­lein! So schnell ist der Tag ver­gan­gen über den Geschäf­ten, Dein Man­ner­li war heu­te flei­ßig, und hat ver­schie­dent­lich Ord­nung geschafft, wo es not­tat. Es ist immer wie­der ulkig zu sehen, wie einem die Fäden in die Hän­de zurück­glei­ten. Und es ist ein bun­tes Vie­ler­lei, das da wie­der der Erle­di­gung harrt – und mit jedem Male steht man ihm frei­er und siche­rer gegen­über.

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19. November 1941

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[Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 19. Nov. 1941

Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Gelieb­te, Hol­de mein!

Es ist kurz nach 3 Uhr. Der Spieß macht frei heu­te. In der Mit­tags­frei­zeit waren wir zum Baden. Ich habe ein wenig zu heiß geba­det, das Drecks­schwein gleich mal rich­tig gebrüht. Nun war ich sehr müde. Wei­ter­le­sen!