23. Juli 1941

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Mitt­woch, am 23. Juli 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein aller­liebs­ter [Roland]! Herz­lieb mein!! Ich habe auf den Brief­trä­ger gewar­tet heu­te – er ist vor­bei­ge­gan­gen – auch vor­hin, am Nach­mit­tag ist er vor­bei­ge­gan­gen. Und ich erwar­te doch sooo sehn­süch­tig ein nähe­res Wort über den Urlaub! So muß ich mich denn bis mor­gen gedul­den! Ach Du!! Gedul­den – gedul­den! Wann wer­de ich mich end­lich ein­mal nicht mehr gedul­den müs­sen! Gelieb­ter!! Du!!! Wenn es nicht um uns[e]rer Lie­be wil­len geschä­he – so hät­te ich wohl das Gedul­den ver­lernt! Ich bin doch nicht wie ein sanf­ter, lie­ber Engel, dem nie die Geduld aus­geht! Wei­ter­le­sen!

20. Juli 1941

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Sonn­tag, den 20. Juli 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz. Gelieb­te! Mein lie­bes Weib!!

Du bist nun heu­te wie­der sooo reich bei mir ein­ge­kehrt – und nun hat doch der Sonn­tag erst recht wie­der sei­nen Glanz, und in mei­nem Her­zen ist Eitel, Glanz und Son­nen­schein. Und es ist ein ganz inner­li­cher rech­ter Glanz, der mich drängt, ganz allein zu gehen – mit Dir!, der mir alles ande­re so flach und gering erschei­nen lässt! Wei­ter­le­sen!

13. Juli 1941

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Am Hoch­zeits­tag 1941

Herz­al­ler­liebs­te mein! Mei­ne [Hil­de]! Mein lie­bes, teu­res Weib!

So eigen ist mir heut! Und gar nicht zum Schrei­ben, weil das Herz so über­voll ist! Ach, könn­test Du es sehen heu­te, froh und beglückt, wie Du es bewegst, wie Du es erbe­ben machst, wie es zit­tert vor Dir, vor Dir allein, gelieb­tes Wesen! Oh Gelieb­te! Wie schaust Du mich an!!! Wie beglückst Du mich!!! Wie sooo lieb bist Du zu mir gekom­men!!!!! Wei­ter­le­sen!

13. Juli 1941

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Sonn­abend, den 12.Juli 41

Mein lie­bes, teu­res Weib! Herz­lieb! Gelieb­te mein!

Muß doch heu­te immer Dein den­ken, Du! Weil Ihr eben auch, die lie­ben Eltern ein­be­zo­gen, mei­ner denkt, aller denk­wür­di­gen Stun­den. Es war doch ein Sonn­abend – der dem heu­ti­gen ent­spricht. Herz­lieb! Ein herr­li­cher Tag ist es wie­der hier! Das Wet­ter an unse­rem Hoch­zeits­tag? Du! Wir sind nicht aber­gläu­bisch, ja? Ich gehe mit Dir durch Dick und Dünn, Gelieb­te! Dick und Dünn, so war das Wet­ter damals. Wei­ter­le­sen!

10. Juli 1941

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Don­ners­tag, den 10. Juli 1941

Mein lie­ber Her­zens­schatz! Herz­lieb! [Hilde]lieb! Gelieb­te!!

Schatz! Komm mir nach! fol­ge mir nach! Her­rin!! Her­rin!!“ Herz­lieb, so rufst Du mir! Du!!! Du!!!!! Mir! Mir!! Oh – Gelieb­te! Ich kom­me, Du! Ich kom­me zu Dir! Oh Du! Sooo sooooo [sic] ger­ne!!!!! Kein Ruf so lieb und süß und heim­lich und ver­hei­ßend noch ein­mal in die­ser Welt als der Dei­ne! Gelieb­te!! Oh Du! Mein Herz will mit dem Dei­nen jubeln und dan­ken. Mit Dir will ich flie­hen und ins Käm­mer­lein – Dir ganz gehö­ren – eins sein mit Dir! Gelieb­te!! Wei­ter­le­sen!