Trug und Schein: Ein Briefwechsel

21. November 1941

[411121–2‑1] Frei­tag, am 21. Novem­ber 1941. Herz­al­ler­liebs­ter Du! Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Heu­te ist so schö­nes Herbst­wet­ter drau­ßen, die Son­ne scheint rich­tig warm über Mit­tag und man kann sich gar­nicht den­ken, daß schon mal tage­lang dicker Win­ter geherrscht hat und frost­klin­gen­de Käl­te. Das ist eine gefähr­li­che Wit­te­rung jetzt! Man gerät in Ver­su­chung, das dicke, wollene […]

20. November 1941

[411120–2‑1] Don­ners­tag, am 20. Novem­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Du wirst viel­leicht stau­nen, wenn ich Dir sage, daß wir schon fer­tig sind mit waschen! Ja, wahr­haf­tig!! Und wir sind glück­lich dar­um! Es ist gera­de um 4 [Uhr] nach­mit­tags. Die Mut­ter ist auf dem Ober­bo­den und hängt die Wäsche auf. Sie hat mich nicht […]

20. Oktober 1941

[411020–2‑1] Mon­tag, am 20. Okt.[ober] 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Du mein liebs­ter [Roland]! Wirst Dich wohl wun­dern über mein son­der­ba­res For­mat des Brief­pa­pie­res! Das ist auch wie­der mal ein Not­be­helf, Zei­chen des Krie­ges! Ich bekam erst gark­eins und dann noch die­ses hier. Na, bes­ser als keins! Ich kann Dir hier wenigs­tens noch immer alles schrei­ben, Du! Jetzt […]

7. Juli 1941

[410707–1‑1] Mon­tag, den 7. Juli 1941 Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Du! Mein lie­bes, teu­res Weib! Heu­te will ich mich zuerst noch mit eini­gem aus­ein­an­der­set­zen, davon Du in Dei­nen lie­ben Boten berich­test. Wir haben wie­der so vie­les mit­ein­an­der erlebt!, [sic] Gelieb­te – auch das Hei­m­­lich-Süße und am Sonn­tag, als Dir die Wan­gen glüh­ten, war ich doch immer bei […]

01. Juli 1941

[410701–1‑1] Diens­tag, den 1. Juli 1941 Mein Herz­lieb! Mein Liebs­tes, Bes­tes auf der Welt! Du! Ges­tern konn­te ich doch gar kei­nen Boten abschi­cken, und heu­te wird’s nur ein Kur­zer. Ob ich Dich ver­ges­sen habe? Gelieb­te!!! Was gibt es in die­ser Welt, wor­über ich Dei­ner ver­ges­sen könn­te, des Liebs­ten und Bes­ten und Köst­lichs­ten, das ich erlan­gen konn­te? Oh, […]

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