22. Marz 1942

[420322–2‑1]

[O.] Sonn­tag, am 22. März 1942.

Mein Her­zens­schät­ze­lein! Lie­ber, liebs­ter [Roland] Du!

Sonn­tag­mor­gen ist, die lie­be Son­ne scheint – aber stür­misch ist’s drau­ßen. Da wird alle Näs­se vom Tau­wet­ter gut abtrock­nen. Ich bin allein heu­te, Her­ze­lein! Nur am Vor­mit­tag. Die Oma rief ges­tern an, ob die Eltern könn­ten mal [ein] paar Stun­den hel­fen kom­men. Heu­te fin­det doch über­all im Rei­che die Über­wei­sung der 14 jäh­ri­gen statt. Das ist sowas wie par­tein­amt­lich auf­ge­zo­ge­ne Kon­fir­ma­ti­on, mei­nes Erach­tens.

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29. November 1941

[411129–1‑1]

[Salo­ni­ki] Sonn­abend, den 29. Nov. 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te! Hol­de mein!

Das Klee­blatt ist bei­sam­men zum Wochen­en­de. Häus­lich sind alle. Am Tische zur Lin­ken sitzt K., Zigar­re rau­chend und schrei­bend. Er schreibt viel, nach vie­len Sei­ten. Auch täg­lich an sei­ne Frau. Aber es geht ihm schnel­ler von der Hand als Dei­nem Man­ner­li. Weri­ter­le­sen!

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28. November 1941

[411128–1‑1]

[Salo­ni­ki] Frei­tag, den 28. Nov.1941

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Frei­tag­abend! Ein schö­ner Abend: Aus­blick auf Sonn­abend und Sonn­tag, die Tage des Aus­schau­ens, der Besin­nung, der Ein­kehr. Tage, da man ein­mal nicht im Joche der All­tags­ar­beit gehen muß. Schön die­se Aben­de schon bis­her. Und schön, Her­ze­lein, oh, viel schö­ner noch mit Dir, spä­ter, Du! Du!!! Soll denn der Frei­tag unser Bade­tag blei­ben? Ist wohl der güns­tigs­te. Liegt nicht alles auf dem Sonn­abend. Gelieb­te! Du!!!!! Wei­ter­le­sen!

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22. November 1941

[411122–2‑1]

Sonn­abend, am 22. Novem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein Herz­lieb! Du! Gelieb­ter, liebs­ter [Roland]!

Wochen­en­de ist heu­te, der Tag neigt sich bald sei­nem Ende zu. Die lie­be Son­ne geht rot unter und Schäf­chen­wol­ken trei­ben am Him­mel, weit hin­ten im Nor­den schim­mern die unwar­schein­lich [sic] far­bi­gen fer­nen Wol­ken­hau­fen, die im Herbs­te so oft sich zei­gen. Man könn­te den Him­mel heu­te stun­den­lang beschau[e]n, er ist so schön und far­ben­präch­tig. Er will doch gar­nicht so recht zu der düs­te­ren toten Zeit pas­sen – die dun­kels­ten Tage sind jetzt; man­che aber gemah­nen an einen schö­nen Früh­herbst­tag, so son­nig sind sie noch – aber sind sel­ten. Wei­ter­le­sen!

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21. November 1941

[411121–2‑1]

Frei­tag, am 21. Novem­ber 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter Du! Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]!

Heu­te ist so schö­nes Herbst­wet­ter drau­ßen, die Son­ne scheint rich­tig warm über Mit­tag und man kann sich gar­nicht den­ken, daß schon mal tage­lang dicker Win­ter geherrscht hat und frost­klin­gen­de Käl­te. Das ist eine gefähr­li­che Wit­te­rung jetzt! Man gerät in Ver­su­chung, das dicke, wol­le­ne Zeug abzu­strei­fen – aber das wäre das Dümms­te, was man machen könn­te. Ich bin sooo brav, Her­ze­lein! Ich behal­te all mei­ne wol­le­nen Sachen an, mag die Son­ne noch so lieb­äu­geln! Ich las­se mich nicht täu­schen; ich [bin] froh, daß ich soweit wie­der gesund bin. Du!!! Wei­ter­le­sen!

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