Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Hitlerjugend

05. November 1942

18.)

Don­ners­tag, am 5. Novem­ber 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein liebs­ter [Roland]! Her­zens­man­ner­li!

Ja, es stimmt schon, Du! Es ist schon Don­ners­tag, da ich zu Dir kom­me. Eben wird es Tag, ein Herbst­mor­gen däm­mert her­auf – es ist 7 Uhr vor­bei und ich habe, trotz­dem uns­re Lese­lam­pe brennt, schon die Rol­los hoch­ge­zo­gen, damit ich dem lie­ben […]

28. Oktober 1942

[421028–1‑1]

Mitt­woch, den 28. Okt. 1942

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Gleich wird Fei­er­abend sein. Es ist eben eine klei­ne Atem­pau­se – so atem­los geht es im übri­gen nicht zu – und ich nüt­ze sie, den Boten an Dich zu begin­nen. Bist um die­se Stun­de eben auch im Dienst, einem schö­ne­ren als Dein Man­ner­li. Aber ich nei­de ihn Dir […]

08. März 1942

[420308–2‑1] 30. Sonn­tag, am 8. III. 1942. Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Mein gelieb­ter [Roland]! Sonn­tag­nach­mit­tag um 2 Uhr. Fei­er­tag! Und rich­ti­ger Fei­er­tag ist doch erst mit Dir, Du!!! Das „Land­jahr­mä­del“ ist in Gna­den ent­las­sen. Es darf nun ihrem, nein sei­nem Liebs­ten schrei­ben. Oh – mit Freu­den!! Ich will Dir zuerst mal von mei­ner Fahrt nach Chem­nitz erzäh­len. […]

07. März 1942

[420307–2‑1] Sonn­abend, am 7.III.1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter [Roland]! Du!! Gleich zum frü­hen Mor­gen muß ich Dich lieb­ha­ben!! Ich bin kaum erst aus den Federn, und habe Feu­er ange­macht im Ofen, mich fein gewa­schen, ange­zo­gen – noch nicht ein­mal Kaf­fee getrun­ken hab‘ ich. Und war­um das alles? Weil ich doch jetzt, wo ich ganz allein bin, […]

26. Juni 1941

[410626–1‑1] [Thes­sa­lo­ni­ki,] Don­ners­tag, den 26.6.41 Herz­lieb, Du!!! Wo steckst Du denn jetzt? Du? Hubo hat doch frei heu­te – kommt er gleich ganz schnell zu Dir! Wirst [Du] ihn ein­las­sen? Du!! Wenn es in S. so heiß ist wie hier, dann treff[‘] ich jetzt ein klei­nes Evchen, Du!!! Und da tritt zur Tür her­ein ein […]

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