Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Heirat

18. Oktober 1939

[391018–1‑1] K. am 18. Okto­ber 1939. Herz­lie­bes, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Herz­lie­bes! Daß ich die­se Anre­de ein­mal schrei­ben dürf­te, das schweb­te mir vor als der Inbe­griff höchs­ten Lie­bes­glü­ckes. Du! Wo bin ich jetzt? So möch­te ich Dir zu raten auf­ge­ben, wenn ich es nicht schon ver­ra­ten hät­te. Wie­der daheim bei Mut­tern. Plea­se fol­low and like […]

15. Oktober 1939

[391015–2‑1] O., am 15. Okto­ber 1939. Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Abend ist es, da ich hier sit­ze und schrei­be. Warm ist es im Zim­mer und die Lam­pe spen­det ihr mil­des, tröst­li­ches Licht. Es ist gut und schön — und ich emp­fin­de dank­bar, daß ich jetzt gebor­gen im Eltern­hau­se sein kann, wäh­rend drau­ßen Sturm und […]

13. Juli 1939

[390713–2‑1] O., am 13. Juli 1939. !! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Nach zwei glück­li­chen Tagen lag am Sonn­tag­abend vor unse­ren Bli­cken wie­der unser Abschieds­ort, die gro­ße Dresd­ner Bahn­hofs­hal­le mit ihrem bun­ten Has­ten und Trei­ben. Wenn wir dann durch den drän­gen­den Strom der Rei­sen­den glück­lich durch die Sper­re hin­aus nach den Bahn­stei­gen gelan­gen, war­tend bei­ein­an­der ste­hen […]

14. April 1939

[390414–1‑1] L. am 11. April 1939. Mei­ne lie­be [Hil­de]! Heu­te Diens­tag wie­der in L. ein­ge­trof­fen, benut­ze ich den letz­ten unbe­schwer­ten Abend vor der Arbeit, den Brief an Dich zu begin­nen. Wir hat­ten die Fei­er­ta­ge Besuch, da bin ich nicht dazu­ge­kom­men. Plea­se fol­low and like us:

27. Oktober 1938

[381027–1‑1] L. am 27. Okt. 1938 27.10. Lie­be [Hil­de]! In der Namen­fra­ge beu­ge ich mich gern Ihrer Ent­schei­dung. Ich hat­te Sie Ihnen ja zwi­schen den Zei­len zuge­scho­ben. Ich höre mei­nen Namen sel­ten rufen. Zu Hau­se sagt man meist „Gro­ßer, Groß­el.” Es wun­dert und freut mich doch, daß Sie an dem soli­den, alt­vä­te­ri­schen Namen Gefal­len fin­den. Es […]

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