15. September 1940

Auszug aus dem Brief
Aus­zug aus dem Brief

[400915–2‑1]

1. [sie­he Bild]

Sonn­tag, am 15. Sep­tem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Heu­te, an die­sem trau­ri­gen Regen­sonn­tag kam Dein lie­ber Brief recht wie ein Son­nen­strahl zu mir, Liebs­ter! Sei recht sehr bedankt dafür. Sag, — das liegt mir eben ganz oben­auf — habe ich denn mit gar kei­nem Wort erwähnt, daß ich Dei­nen lie­ben Dank­brief für das Päck­chen erhal­ten habe? Das will mir doch gar nicht in demn Sinn, wo ich mich gera­de über die­sen Brief so sehr gefreut habe, weil Du so voll Dank warst über die Klei­nig­kei­ten, die ich Dir schick­te. Und ich fand auch noch die klei­ne [Ges]chichte so köst­lich, die im besag­ten Brie­fe stand, vom Kame­ra­den, der Dich so foppt über die dün­nen Brie­fe, die zuerst anka­men, statt der erwar­te­te ‘Dicke’ [sic]! Wei­ter­le­sen!

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25. Mai 1940

Belgian refugees. United Nations - NARA - 535895
Bel­gi­sche Flücht­lin­ge, 1940, Office for Emer­gen­cy Manage­ment, Office of War Infor­ma­ti­on, US NARA, RG 208 (ARC iden­ti­fier: 535890), über Wiki­me­dia Com­mons, 04.2015
[400525–1‑1]

S. am 23. Mai 1940.

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be [Hil­de], Du!

So lan­ge brauch­te ich nicht nach der Feder zu grei­fen! Still ist es wie­der gewor­den in mei­nem Hau­se [sic], nach fro­her Gesel­lig­keit nun dop­pelt und selt­sam still. Ich spü­re früh­mor­gens nicht mehr den Atem hin­ter mei­ner Tür, brau­che nicht mehr rück­sichts­voll lei­se zu tre­ten. Du stehst nicht mehr bequem leib­haf­tig vor mir nach dem Dienst, ich muβ Dich wie­der suchen, und wir müs­sen uns mit Wor­ten wie­der ver­ständ­lich machen. Wei­ter­le­sen!

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14. April 1940

Tadeusz Kuntze 001
Tade­usz Kunt­ze, For­tu­na, 1754, Natio­nal­mu­se­um War­schau, MNW 72245, The Yorck Pro­ject: 10.000 Meis­ter­wer­ke der Male­rei. DVD-ROM, 2002. ISBN 3936122202. Dis­tri­bu­t­ed by DIRECTMEDIA Publi­shing GmbH, Wiki­me­dia Com­mons 04.2015
[400414–1‑1]

S. am 13. April 1940.

Herz­al­ler­liebs­te Du! Mei­ne Lie­be, Lie­be [Hil­de]!

Hun­dert Brie­fe habe ich nun von Dir! Ich dach­te, daß er heu­te käme, Dein viel­lie­ber Bote. Ich zit­te­re nicht mehr um ihn, Du! Ich kann mit Gewiß­heit auf ihn zäh­len. Ich bin trau­rig wenn er sich wider Erwar­ten ver­zö­gert, ich wäre tief unglück­lich, wenn er aus­blie­be. Ich habe ihn gleich gele­sen, noch vor Unter­richts­be­ginn, und dann war ich so inner­lich fröh­lich und die Schu­le war so leicht. Herz­al­ler­liebs­te Du! Du machst mich so glück­lich! Wie soll ich Dir dan­ken? „Ein Got­tes­ge­schenk ist unse­re Lie­be. Wel­chen Wert hät­te unser Leben in die­ser Zeit, wenn wir ein­an­der nicht lieb­ten?“ Wei­ter­le­sen!

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13. März 1940

[400313–1‑1]

Karelische Landenge 13. März 1940
Kare­li­sche Land­enge am 13. März 1940, dem letz­ten Tag des Win­ter­kriegs, gemein­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 03.2015.
S. am 12. März 1940.

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Heu­te hat der Früh­ling wirk­lich zum ers­ten Male um die Ecke geschaut. Die Erde ist ein ein­zi­ges Rinn­sal, sie bricht auf, sie tut sich auf der bele­ben­den Son­ne. Wie­der geht ein Dienst­jahr zu Ende. Bald jährt sich der Tag zum zwei­ten Male, da wir uns näher­ka­men, Herz­lie­bes! Zwei Jah­re schon, Du! Wie schnell schei­nen sie mir ver­gan­gen jetzt. Denk nur zwei Jah­re wei­ter, Herz­al­ler­liebs­te! Du! Die Rede vom ewi­gen Kreis­lauf der Jah­re ist nicht sehr gescheit. Es war der vori­ge Früh­ling für Dich und mich ein and[e]rer als der vor zwei Jah­ren. Und der dies­jäh­ri­ge, so Gott will, wird uns anders fin­den als der vor­an­ge­gan­ge­ne, Herz­al­ler­liebs­te, Du! Wei­ter­le­sen!

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7. Januar 1940

Die Neujahrsbretzel für den Herrn Pfarrer
“Die Neu­jahrs­bret­zel für den Herrn Pfar­rer”, 1884, gemein­frei, über Wiki­me­dia Com­mons, 01.2015.
[400107–2‑1]

O., am 7. Janu­ar 1940

Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Jetzt ist es nun gera­de wie­der so, wie vor acht Tagen. Alle Spu­ren vom Mit­tags­tisch zu drei­en sind besei­tigt, das ist wohl ein alt­ein­ge­ses­se­nes Übel, bei uns wird’s nie vor 1 Uhr Essens­zeit Sonn­tags; weil wir noch so schö­nes, war­mes Was­ser hat­ten, habe ich gleich noch mei­nen Kopf gewa­schen — es hät­te sogar noch mit für Dei­nen gereicht! “7. Janu­ar 1940” wei­ter­le­sen

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