Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Heimat

15. Oktober 1942

Don­ners­tag, d.15.10.42

Her­zens­schät­ze­lein!

Es geht auf Bel­grad. Tag ist es wie­der. Der heu­ti­ge soll uns noch bis an unser vor­läu­fi­ges Ziel brin­gen. 8 Uhr vor­bei. Du wirst wie­der an Dein Tage­werk gehen. Ich muß immer Dein den­ken.

Ach Du! Es ist so grau­sam, so stück­weis von Dir ent­fernt zu wer­den. Wenn der Zug nur immer­zu füh­re – aber er hält […]

16. September 1942

[420916–1‑1] Mitt­woch, den 16. Sept. 1942 Gelieb­tes Weib! Mei­ne [Hil­de]! Mein Her­zens­schatz, Du! O Gelieb­te! Weißt Du es noch, wie wir ein­an­der zum ers­ten Male so schrie­ben?: „Mei­ne lie­be [Hil­de]!” – ach Du! das dünkt mir schon sooo lan­ge zurück­lie­gend, unmög­lich fast. Ist doch, als ob wir schon ewig zusam­men­ge­hör­ten, gelt Her­ze­lein? Seit­dem wir auf […]

01. Juni 1942

[420601–1‑1] [Salo­ni­ki] Mon­tag, den 1. Juni 42 Her­zens­schät­ze­lein! Herz­al­ler­liebs­te! Gelieb­te mein! Viel ver­steht Dein Man­ner­li nicht von der Mari­ne – wird ja auch nie damit renom­mie­ren, höchs­tens vor sei­nem Wei­berl zum Spa­ße, werd mich auch immer hüten, mich in Gesprä­che dar­über ein­zu­las­sen – aber ich habe ein­mal gehört, daß die 101 eine gewis­se Bedeu­tung hat […]

31. Mai 1942

[420531–1‑1] Sonn­tag, den 31. Mai 1942 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mein herz­lie­bes Schät­ze­lein! Huch! Ist das eine Hit­ze heu­te! Schla­fen kann man gar nicht zu einem Mit­tags­stünd­chen, die Stie­gen sind zu hoch, wir haben unse­re Net­ze noch nicht gespannt. Ich komm[‘] gleich ein bis­sel zu Dir, da ist es nicht so warm – und wenn es so […]

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