02. März 1942

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[Salo­ni­ki] Mon­tag, den 2. März 1942

Her­zens­schät­ze­lein! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Nach­mit­tag ist [es]. Der Haupt­feld­we­bel hat heu­te sei­nen frei­en Nach­mit­tag (in Wirk­lich­keit macht er blau heu­te, ges­tern war näm­lich Unter­of­fi­ziers­ver­gnü­gen(!), etwa 40 Blitz­mä­del hal­fen, das Ver­gnü­gen voll­kom­men zu machen – die armen Mädels). Ich habe mich 2 Stun­den gut dran­ge­hal­ten mit mei­ner Arbeit. Und nun set­ze ich mich gleich erst ein Stünd­chen zu Dir.

“02. März 1942” wei­ter­le­sen

27. Oktober 1941

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Mon­tag, am 27. Okto­ber 1941.

Gelieb­tes Schät­ze­lein! Mein herz­al­ler­liebs­ter [Roland]! Du!!

Du!! Jetzt muß ich doch gleich erst mal zu Dir kom­men mit mei­ner Freu­de! Du!! Ich bin wie­der allein! Die Ben­gel sind nach Hau­se! Es kam nicht ganz so wie ich Dir’s ges­tern schrieb. Heu­te früh rief es an, ich möch­te die Buben bis um 4 [Uhr] nach­mit­tags fer­tig machen; denn um 5 [Uhr] woll­ten Onkel und Tan­te kom­men, sie holen, um mit dem Bus heim­zu­fah­ren. Wei­ter­le­sen!

25. Oktober 1941

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Sonn­abend, am 25. 10. [19]41.

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes, gutes Man­ner­li!

Eben bin ich zur Tür her­ein, aber nun für ganz, heu­te! Seit dem Mor­gen besor­ge ich nun Wege, es nahm kein [E]nde. Vom Flei­scher zum Bäcker, zum Bau­er!, zum Elek­tri­ker, zum Wäsche­fa­bri­kant, der mir Schlüp­fer näht für Tante’s Jun­gen, dann lief ich mir fast die Bei­ne ab nach Wol­le. Ich hat­te doch von Dei­ner Mut­ter die 2 Gebin­de wei­ße Wol­le bekom­men, weißt? Und die reicht nicht aus zu mei­nem Pull­over. End­lich fand ich etwas eini­ger­ma­ßen [p]assendes. Wei­ter­le­sen!

20. August 1941

T&Savatar[410820–1-1]

Mitt­woch, den 20. August 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Hol­de, Gelieb­te mein!

Wirst [Du] denn glück­lich wie­der heim­sein [sic] von der Hams­ter­fahrt? Mor­gen wer­de ich es wis­sen. Acht Tage sind wir ja im Kalen­der immer zurück im Wis­sen von­ein­an­der. Und die­ser Bote wird schon kei­ne Ant­wort mehr fin­den – Du! Du!!! Höchs­tens münd­li­che! Oh Herz­lieb!!! Auf münd­li­che Ant­wort freue ich mich doch soooooo sehr! Dar­auf bin ich doch ganz begie­rig!!! Bist Du es auch? Weißt, ich bin es mehr – auf die Ant­wor­ten von Dei­nem zucker-zucker­sü­ßen Herz­mün­chen! Oh Gelieb­te!!! Bald wird es mir wie­der ganz, ganz nahe sein! Wei­ter­le­sen!

17. August 1941

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Sonn­tag, den 17. August 1941

Mei­ne, lie­be, liebs­te [Hil­de]! Mein lie­bes, teu­res Weib!

Nur noch weni­ge Stun­den sind am Tage, es geht auf 10 Uhr. Ich bin eben erst ein­ge­trie­ben [sic] mit Kame­rad K., Kame­rad H. war Schrei­ber vom Dienst. Auf einem Aus­flug waren wir heu­te. Für die Schrei­ber unten im Hafen war es so ein bis­sel Zwang, dar­an teil­zu­neh­men, mir stell­te man es anheim – und dem Kame­rad K. zulie­be und um nicht unk­ame­rad­schaft­lich zu erschei­nen, bin ich mit­ge­fah­ren. Etwa 12 Mann fuh­ren wir in zwei Per­so­nen­wa­gen die Bucht ent­lang, etwa 20 km von der Stadt ent­fernt zu einem Bade­strand und Aus­flugs­ort der Bewoh­ner von Salo­ni­ki. Es war äußerst inter­es­sant, auf so ange­neh­me Art ein­mal die Umge­bung der Stadt ken­nen­zu­ler­nen. Wei­ter­le­sen!